Als die Loiterlboum das Kirwabaum-Loch zubetonierten

Unter den vielen Anekdoten aus dem Dorf- und Hofg'schichten-Buch ist auch die folgende vom Pursrucker Kirwabaumloch:

Weiher und Pursruck, das war früher wie Hirschau und Schnaittenbach. Es gab immer Sticheleien zwischen den Ortschaften. Eines Tages, es war der Kirchweih-Sonntag in Pursruck, ist der Loiterlboum-Stammtisch von Weiher auf die Idee gekommen, das frisch ausgehobene Kirwabaumloch in Pursruck mit Beton aufzufüllen.

Die Loiterlboum trafen sich am Abend beim Schadlwirt. Dort wurde die Kirwabaumloch-Befüllung sorgfältig ausgetüftelt. Sand, Wasser und Zement wurden zusammengemischt und der Beton war fertig. Er wurde auf einen Wagen geladen und nach Pursruck transportiert. Spione wurden eingesetzt, die so lange warten mussten, bis der Wirt das Licht im Gasthaus ausgemacht hatte.

Die Lochbetonierer schoben den Wagen mit dem Beton vom Ortseingang bis an das Kirwabaumloch, ohne ein Wort zu sprechen. Als die Abdeckung entfernt war, wurde der Beton eingefüllt. Beim Abdecken des Lochs bemerkte eine Nachbarin das Geschehen. Es ist nur der Schnelligkeit der Weiherer zu verdanken, dass sie unerkannt fliehen konnten.

Wieder beim Schadlwirt angekommen, wurde der Streich begossen, bis die Sonne aufging. Die Pursrucker vermuteten, dass ihnen die Weiherer den Streich gespielt hatten und kamen deshalb jahrelang nicht mehr zur Weiherer Kirchweih. (u)
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