Altersvorsorge oft vergessen

Mit einem Geschenkkorb bedankte sich Volksbank-Prokurist Thomas Ludwig (Dritter von links) bei den Referenten des Vortragsabends zur "Geldanlage in einer Niedrigzinsphase" (von links): Bernhard Reif von der LfA-Förderbank Bayern, Hans-Jürgen Sattler von der Volksbank Nordoberpfalz und Alexander Wohlfeld von der "VR Leasing-Gruppe". Bild: sbü

Recht bescheiden sind die Zahlen jetzt schon. Durchschnittliche 944 Euro bekommen Männer im Stadtgebiet Weiden aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Frauen gar nur 500 Euro. Und auch die Prognosen für die Zukunft sind düster. Aber es soll Abhilfe geben.

(sbü) Eine Alternative wäre: Für den eigenen Lebensabend vorsorgen und dabei auch noch Steuern sparen. Dass das funktioniert, erklärte jedenfalls die Volksbank Nordoberpfalz bei einem Vortragsabend. Prokurist Thomas Ludwig begrüßte die Besucher. "Geldanlagen in einer Niedrigzinsphase", stand als Generalthema über allen Vorträgen. Geld für private Altersvorsorge anlegen, sei nach wie vor lukrativ. Der Finanzexperte der Volksbank, Hans-Jürgen Sattler, zeigte anhand von Beispielen Vorteile der Betriebsrente für Mitarbeiter und der Basisrente für Selbstständige auf.

Steuern sparen

Bei der Betriebsrente für Mitarbeiter könnten Arbeitgeber und Arbeitnehmer Steuern sparen und gleichzeitig Altersvorsorge betreiben. Dabei wird ein Teil von Lohn oder Gehalt in Sparbeiträge zur Altersvorsorge umgewandelt und bleibt dadurch von Lohnsteuer und Abgaben befreit. Weil die Sozialversicherungsbeiträge je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert würden, sparten beide. Die späteren Renten müssten dann zwar versteuert werden, doch bei Ruhestandsbezügen seien die Steuersätze deutlich niedriger. Den Betrieben empfahl Sattler das Modell Betriebsrente auch deshalb, "weil sich neben der Wirtschaftlichkeit auch viele weitere Vorteile ergeben".

Mitarbeiter binden

Betriebsrenten seien zum Beispiel sicher vor der Hartz-IV-Anrechnung, der Rentenbeginn ab dem 62. Lebensjahr frei wählbar - und sie müssten auch nicht in der Unternehmensbilanz ausgewiesen werden. In Zeiten des Fachkräftemangels "binden sie den Mitarbeiter an den Betrieb und erhöhen seine Motivation".

Für Selbstständige empfahl Sattler die "Basisrente als Rentenmodell für den Einzelunternehmer". Aus Beratungsgesprächen wisse er, "dass Selbstständige die Regelung des eigenen Ruhestands oftmals vor sich herschieben". In seinem Rechenbeispiel ergab sich für jährlich 18 500 Euro Renten- und Krankenversicherungsbeiträgen über Sonderausgabenabzug eine Steuerersparnis von rund 3500 Euro. Voraussetzung dafür sei "der Abschluss einer lebenslang garantierten Rente".

Noch einen weiteren Anlagetipp hatte Sattler: Wer über die niedrige Verzinsung auf dem Sparkonto enttäuscht sei, könne dies mit einer sehr breit gestreuten "regelbasierten Anlagestrategie" ausgleichen. Wer vor zwölf Jahren diesen Weg gewählt habe, habe eine durchschnittliche Verzinsung von 7,59 Prozent pro Jahr seines eingesetzten Kapitals erzielen können, rechnete Sattler vor. Das offene Geheimnis dieses Erfolgs liege in einer Automatik von Kauf und Verkauf eines weltweit streuenden Aktienpakets und von festverzinslichen Wertpapieren. Beteiligungen an diesen Modellen könnten als Einmalsumme oder auch auf Ansparbasis erworben werden.

Auch bei den weiteren Fachvorträgen des Abends ging es um Wirtschaftlichkeitsfragen - und zwar bei Leasing-und Mietkauf-Modellen sowie bei LfA-Krediten.
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