Altoberpfälzer vor neuen Wegen

Diesmal gab es Ehrungen für treue Mitglieder. Bei der nächsten Hauptversammlung müssen die Altoberpfälzer dann die Weichen für die Zukunft stellen, denn die Vereinsspitze um Vorsitzenden Günter Woppmann (links) wird bei den Neuwahlen nicht mehr antreten. Bild: R. Kreuzer

Ein Umbruch bahnt sich an beim Altoberpfälzer Freundeskreis. Bei den nächsten Neuwahlen wird die Führungsspitze nicht mehr antreten. Für die Zukunft des Vereins hätte das problematisch werden können. Deshalb sorgten die Mitglieder schon jetzt vor.

Diesmal ging es um Paragrafen statt Personal: Keine Neuwahlen, sondern eine umfangreiche Satzungsänderung stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Altoberpfälzer im "Postkeller". Bei den meisten Punkten ging es um Anpassung an die aktuelle Gesetzeslage. Entscheidend könnte dagegen die Änderung von Paragraf 8 sein: Demnach bleibt die alte Vorstandschaft künftig bis zur Wahl von Nachfolgern kommissarisch im Amt. Das heißt umgekehrt: Sollte der bisherige Vorsitzende nicht mehr kandidieren und sich vorerst kein Nachfolger finden, wird der Verein nun nicht mehr aufgelöst.

Vorausschauend geändert

Für die Altoberpfälzer, die sich die Brauchtumspflege auf die Fahnen geschrieben haben, konnte das bald wichtig werden. Denn Vorsitzender Günter Woppmann, der im 22. Jahr im Amt ist, und Stellvertreterin Salome Rauch bekräftigten noch einmal, dass sie 2016 nicht mehr kandidieren werden. Die Satzungsänderung zeuge deshalb von Voraussicht, so Woppmann. So steht bei den Wahlen nicht mehr die Existenz des Vereins auf dem Spiel. Und in jedem Fall erleichtere der neue Paragraf die Arbeit.

Nachdem also die Zukunft gesichert war, konnten sich die Mitglieder auch der Vergangenheit des Vereins widmen, der im Vorjahr 30. Geburtstag gefeiert hatte. Denn auch Ehrungen standen auf dem Programm.

Die Medaille in Gold mit Kranz für eben drei Jahrzehnte Mitgliedschaft bekamen neben Woppmann selbst Albine Göldner und Karl-Heinz Deisinger. Die Ehrung für 25 Jahre erhielt Gerhard Lederer, für 20 Jahre Beate Brünnig und Herbert Höcker. 15 Jahre: Erich Kummer, Walter Meyer und Richard Schiffl. 10 Jahre: Maria Völkl und Adolf Müller.

Wie Günter Woppmann in seinem Bericht erklärte, sank die Zahl der Mitglieder auf 128, das Durchschnittsalter liege bei 54,2 Jahren. Daneben blickte der Vorsitzende auf zahlreiche Veranstaltungen zurück und betonte, dass der Freundeskreis wieder viele Vereine mit Jugendarbeit und Brauchtumspflege per Spende unterstützt hat. "Wir haben uns zu einem Förderverein entwickelt." Grußworte übermittelten die Stadträte Karl-Heinz Schell und Hans Forster sowie Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler.
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