Am 22. November Ethiktag am Klinikum - Ein Schwerpunkt: Technik
Moderne Medizin hat Grenzen

Mit dem "Lebensraum Intensivstation" befasst sich eines der Referate beim Ethiktag am Klinikum. Bild: ske
Es geht um schwere und gleichermaßen wichtige Fragen. Die moderne Medizin führt immer wieder zu ethischen Problemen, die auf eine Lösung warten, wobei stets "Willen und Wohl von Patienten" im Mittelpunkt stehen, wie Dr. Manfred Hausel erklärt. Der Mediziner ist Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees (KEK) der Kliniken Nordoberpfalz AG. Einigen dieser Fragen und ethischen Probleme widmet sich der vierte Ethiktag des KEK am Samstag, 22. November, von 9.30 bis 13 Uhr in der ehemaligen Kirche St. Augustin.

Seit Monaten planen die Komitee-Mitglieder die Veranstaltung, die unter der Überschrift "Mensch, Medizin und Technik - Soziale und ethische Aspekte von Technik in Medizin und Praxis" steht. Eingeladen zum kostenlosen Infotag sind Ärzte, Pflegepersonal sowie die Öffentlichkeit.

Alle Referenten haben langjährige Berufserfahrung. Unter ihnen ist Ralf Kürschner, seit 2012 Entwicklungsleiter der Gerresheimer Medical Plastic Systems. Das Unternehmen ist Dienstleister im Bereich Entwicklung, Industrialisierung und Produktion für Pharma- und Medizintechnikfirmen. Kürschner befasst sich in seinem Referat "Entwicklung in der Medizintechnik" mit der Darstellung und Transparenz medizinischer Produktentwicklung und sucht nach Antworten auf Fragen wie: "Welche ,ethischen' Aspekte sind zu berücksichtigen? Wie kann der Mensch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden? Wie ist ein Gleichgewicht zu halten zwischen Innovation, Sicherheit, Anwenderfreundlichkeit?"

Bruno Aschenbrenner ist Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Pflegedienstleiter beim ambulanten Intensivpflegedienst "Helping Hand Bayern". Er spricht über "Pflege an der Grenze - Aus dem Alltag der häuslichen Krankenpflege". Der Dienst will Intensivpatienten ein Leben daheim oder in Wohngruppen ermöglichen.

Andreas Faltlhauser ist Facharzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin. Seit 2012 ist er Oberärztlicher Leiter der Interdisziplinären Intensivstation am Klinikum Weiden. In seinem Referat befasst er sich mit Gedanken wie "Wann ist eine Therapie, der Einsatz medizintechnischer Geräte nicht nur lebenserhaltend, sondern auch ethisch richtig? Ist ein Leben nur dann lebenswert, wenn ein Mensch gesund ist? Wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert, wer entscheidet dies?".

Letzter Referent ist Thomas Kammerer, Seelsorger am Klinikum der TU München. Er spricht über den "Lebensraum Intensivstation - Leben an der Grenze". Seit einigen Jahren ist der Schwerpunkt seiner Tätigkeit die Betreuung von Patienten auf der Intensivstation.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.