Anderthalb Tonnen Münzen

Martin Witt (Vierter von links) war 14 Jahre in der Ostmarkkaserne für die Kriegsgräbersammlung verantwortlich. Unter seiner Regie kam etwa eine Viertelmillion Euro - in Kleingeld! - herein. 40 Jahre mit dem Klingelbeutel unterwegs: Wilhelm Moser (Fünfter von links). Bild: hcz

"Gemeinsam sollten wir das Andenken bewahren." Das fordert Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. In der Stadt Weiden, mit ihrer langen Bundeswehr-Tradition, werde die Erinnerung an die Gefallenen der beiden Weltkriege hochgehalten. An junge und alte Menschen, die in der Fremde begraben sind.

Weiden. (hcz) Bei der Abschlussveranstaltung zur diesjährigen Kriegsgräber-Sammlung würdigte das Stadtoberhaupt die Leistung der Soldaten des Artilleriebataillons 131, der Soldaten-, Reservisten- und Kriegervereine sowie mehrerer Privatpersonen, die zugunsten des "Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge" gesammelt hatten.

"Ein stolzer Betrag"

Mit 7229,96 Euro, die die Gemeinschaften aus Weiden, Bärnau, Hohenthan, Beidl, Flossenbürg, Neustadt/WN, Rothenstadt und Windischeschenbach gesammelt hatten, sowie weiteren knapp 10 000 Euro, die durch Bundeswehrsoldaten erbracht wurden, sei es etwas weniger gewesen als vor einem Jahr, berichtete Hauptmann Hans-Jürgen Gmeiner. Aber doch "ein stolzer Betrag", so der Stadtrat.

Über die Arbeit des Volksbunds informierte Gerd Müller, der örtliche Beauftragte. Zusammen mit Jugendlichen würden Friedhöfe im ganzen europäischen und vorderasiatischen Ausland aufgesucht. Neben der Information stehe auch die Pflege der Kriegsgräber im Vordergrund. Müller berichtete von lebhaftem Interesse einer namhaften Zahl junger Menschen und forderte dazu auf, sich an ihn zu wenden, wenn man an einer Fahrt teilnehmen möchte.

14 Jahre lang war Stabsfeldwebel Martin Witt in der Ostmarkkaserne für die Organisation der Kriegsgräber-Sammlungen verantwortlich. Heuer soll sein letztes Jahr gewesen sein. Eineinhalb Tonnen Münzen seien unter Witts Regie gesammelt worden - eine Viertelmillion Euro, rechnete Müller vor. Auch Stadtrat a.D. Wilhelm Moser wurde verabschiedet. Er hatte sich 40 Jahre lang an den Kriegsgräber-Sammlungen in Weiden beteiligt.
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