Anfüttern muss nicht sein

Die für langjährige Zugehörigkeit und besondere Verdienste Geehrten. Sitzend, Zweiter und Dritter von links: Donat Bodensteiner und Anton Bauer, die mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurden. Vorsitzender Reiner Wolfrath links hinten. Bilder: hcz (2)

Fast 500 Mitglieder zählt der Sportanglerbund Weiden. Dabei sind die Herren deutlich stärker vertreten als Frauen und Jugendliche. Beim Königsfischen hatte Vorsitzender Reiner Wolfrath einige Verhaltensweisen festgestellt, die er tadelte.

Weiden. (hcz) Exakt 493 Mitglieder - und damit fünf mehr als vor einem Jahr - habe der Sportanglerbund in seinen Reihen, berichtete Vorsitzender Reiner Wolfrath in der Jahreshauptversammlung im "Postkeller". Dass Frauen und Jugendliche etwas unterrepräsentiert seien, belege auch die Zahl der ausgegebenen Jahreserlaubnisscheine: 160 Männer, 11 Frauen und 12 Jugendliche hätten im vergangenen Jahr solche Karten gelöst.

Die Zahl der ausgegebenen Tageserlaubnisscheine sei 2014 nochmals gestiegen. Dies wertete Wolfrath als Beweis für die Attraktivität der vereinseigenen Gewässer. Er dankte drittem Vorsitzenden Alfred Beck, der für umfangreiche Baumaßnahmen an der Kiesgrube in Pressath verantwortlich zeichnete. Als Besuchermagnet habe sich wieder das Großaquarium des Vereins beim Kinderbürgerfest in Weiden erwiesen. 49 Teilnehmer seien von zweitem Vorsitzenden Herbert Reitzig, Gewässerwart Anton Bauer und Schulungsleiter Siegfried Dörner vorbildlich auf die Fischerprüfung vorbereitet worden, lobte Wolfrath.

Unnötiger Druck

Nach dem "Anangeln" am Röthenbacher Hammerweiher am 1. Mai habe man sich einen Monat später dort zum "Königsfischen" getroffen. Der Vorsitzende sprach bei diesem Thema ein wenig Tadel aus. Manche Angler hätten sich unnötigem Erfolgsdruck ausgesetzt. "Langfristiges Anfüttern, Reservieren der besten Angelplätze, Verbringen der Nacht am Wasser - das müsste nicht sein", sagte Wolfrath. Man solle nicht versuchen, das Glück zu erzwingen. Er appellierte an die Mitglieder, vernünftig zu sein: "Gehen wir aus Passion gemeinsam zum Fischen!"

Wolfrath erinnerte an das Fischerfest in Pressath, an die Vereinsmeisterschaft, die er selbst gewonnen hatte, an das "Wallerfischen" und an das "Arno-Blenz-Gedächtnisfischen". 44 Mitglieder hätten sich erfreulicherweise an Arbeitseinsätzen beteiligt.

Intensive Gewässerpflege

Günter Reiser und Anton Bauer würden diese, nachdem sich im Februar 2014 kein neuer Obmann für die 16 Gewässerwarte gefunden hatte, koordinieren. Ufersäuberungen, Mäharbeiten und Gewässeruntersuchungen seien durchgeführt worden. Es habe sich immer wieder gezeigt, dass alle Vereinsgewässer in sehr gutem Zustand seien. 737 Stunden habe man in Gewässerpflege und Besatzmaßnahmen investiert, berichteten Reiser und Bauer. Mit Fischbesatz für fast 22 000 Euro habe man die 13 Gewässer des Sportanglerbunds versorgt.

Die Jugendleiterinnen Verena Wolfrath und Silke Wagner berichteten von den Veranstaltungen mit den knapp 20 Jugendlichen im Verein. Neben einem "Schnupperfischen", dem Fischerfest und dem Kinderbürgerfest sei ein einwöchiges Jugendlager der Höhepunkt gewesen. Für 8. März kündigte Verena Wolfrath ein Jugendfischen in Pressath an. Schatzmeister Georg Pfab legte einen, trotz der hohen Ausgaben für die Baumaßnahmen, positiven Kassenbericht vor.
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