Angelika und Josef Heining junior sind um einen Sieg und um viele Feinde reicher
Wut, Tränen und 3000 Euro

Von geschockt bis tief getroffen: Beim Finale der Sendung "Mein himmlisches Hotel" durchlebten Josef junior und Angelika Heining ein Auf und Ab der Gefühle. Am Ende holten sie mit ihrem Hotel in Weiden den Sieg. So wirklich freuen wollte sich die Konkurrenz nicht mit den Max-Reger-Städtern.
Es ist Freitag. Finaltag. Der Sieger der TV-Serie "Mein himmlisches Hotel" wird gekürt. Räumen die Weidener Hoteliers Angelika und Josef Heining junior ab? Das steht erst in einer Stunde fest. Nach nur fünf Minuten aber ist klar, wer der eigentliche Gewinner ist: Vox. Denn besser hätte die Woche für den TV-Sender nicht laufen können. Jedem liegt der Groll über die Bewertung der anderen im Magen, die Wut auf der Zunge. "Die Stimmung ist absolut mies", sagt Angelika Heining und schreitet zum Abschlusstreffen. Gleich bricht sie in Tränen aus.

Dabei war's eben noch so nett, als Sohn Josef mit seiner Torten-Back-Aktion und dem leckeren Abendessen mächtig Punkte abgesahnt hat. Dafür gab's einen dicken Schmatzer samt Lob von der Mama. Doch nun, im Kreis der Konkurrenz, schießen ihr die Tränen in die Augen: "Ich bin fix und fertig. Ich verkrafte das nicht, dass mich jemand öffentlich so beleidigt." Das Problem: Schon passiert. Meinte doch Ivana, Hotelmanagerin aus Marienbad, im Weidener Vier-Sterne-Haus sei es nur so super sauber, weil das Fernsehen zu Gast war. Auch das Frühstücksbüfett falle nur für die Kameras derart reichlich aus. "Damit beleidigst du nicht nur mich, sondern auch mein Personal. Und ich habe ein top Personal, auf das ich stolz bin", presst Angelika hervor. Dann versagt ihr die Stimme.

"Hysterisch", "aggressiv" und "gespielt", findet Ivana die Reaktion. Einsicht zeigt sie nicht. Dafür betont sie: "Ehrlich, ich bin nicht böser Mensch." Aber einen Vogel hat sie, findet Angelika Heining, nachdem sie gehört hat, dass die Tschechin der Konkurrenz ein Viertel des Übernachtungspreises schuldig blieb.

Doch auch bei den anderen piept's: Werner, der Bidet-Pedant, findet Angelika Heining hinterlistig. Esoterik-Vera und Knödel-Edi unterstellen den Weidenern, nur gewinnen zu wollen und deshalb unfair zu punkten: "Aber man sieht sich im Leben immer zwei Mal", sagt Vera.

Am Freitagabend haben die Regensburger trotzdem das Nachsehen: Das Hotel "Zur Heimat" sahnt ab. "Ich werd' narrisch. Josef, das war dein Verdienst", sagt Angelika Heining und küsst ihren Sohn. Wieder steigen ihr Tränen in die Augen.

3000 Euro gibt's für den Erfolg. Die Zwickenpflugs schieben den Geldteller rüber zu den Heinings und sagen statt Glückwunsch "Bravo zur Taktiererei". In der nächsten Kameraeinstellung prosten sich alle qualvoll lächelnd zu. 3000 Euro Siegprämie? Schmerzensgeld trifft's wohl besser.
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