Angst vor Verstopfung

Ja zur Seniorenwohnanlage, aber Nein zur Bushaltestelle daneben, sagte die CSU bei einer Ortsbesichtigung, an der auch der Architekt der Anlage, Alexander Robl (Dritter von rechts), teilnahm. Bild: Kunz

Die CSU steht hinter der geplanten Seniorenwohnanlage "Wellness wohnen", die neben dem radiologischen Ärztehaus in der Mooslohstraße gebaut werden soll. Was die Christsozialen allerdings ärgert, ist die Art und Weise, wie die geplante Bushaltestelle gestaltet werden soll.

Die CSU Mooslohe hatte unter Vorsitz von Dr. Roland Nitsche zu einer Ortsbegehung bei strömendem Regen geladen. Deshalb drängelten sich die Teilnehmer in einer Tiefgarageneinfahrt zum Informationsgespräch rund um die geplante Seniorenwohnanlage "Wellnes wohnen". Man befürchte einen Verkehrskollaps in der Mooslohstraße, war der allgemeine Tenor.

Das Bauvorhaben selbst, das von Architekt Alexander Robl durchgeführt wird, stieß auf allgemeine Zustimmung. "Wir wollen diese Seniorenwohnanalge", unterstrich Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer. Aber die Konstruktion der Bushaltestelle, die ähnlich wie die am Hetzenrichter Weg aussehen soll, stieß auf breite Ablehnung. Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch: "Ganz glücklich ist man damit nicht."

Wie zu erfahren war, soll die Haltestelle, die wegen der Baumaßnahme verlegt werden muss, mit einer Verkehrsinsel versehen werden. "Exakt an dieser Stelle ist sehr viel Verkehr", machte Pausch deutlich. Besonders in den Stoßzeiten. Und der Bus-Takt von 15 Minuten sei auch sehr eng gesteckt. "Im ungünstigsten Fall kommt alle siebeneinhalb Minuten ein Bus aus irgendeiner Richtung. Und die anderen motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen das abwarten."

Die Folge wäre eine Verstopfung der Straße. "Die Lösung, wie sie jetzt angedacht ist, ist nicht optimal", meinte Gollwitzer. "Es muss andere Lösungskonzepte geben", sagte Gollwitzer. Der Investor habe bereits Zusammenarbeit signalisiert. Das vorliegende Konzept sei also noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss.

Endlich habe man vor wenigen Jahren die Bäume entlang des Radwegs weggemacht. "Und jetzt soll die Breite zwar bleiben, allerdings nur noch für Fußgänger. Die Radfahrer sollen auf Schutzstreifen ausweichen, die entlang der Straße gezogen werden. Das geht natürlich zulasten der Parkplätze, weil Parken und zugleich Radlfahren wird nicht gehen", unterstrich Pausch.

Mit den Bürgern diskutierten auch die Mitglieder des Bauausschusses, Alois Lukas und Hans Blum. "Im Ausschuss sind wir mit vier gegen fünf Stimmen unterlegen", sagte Lukas. Nun liege es an den Bürgern, die diese Insel nicht wollen, Einwendungen einzubringen. "Und zwar bevor gebaut wird. Damals am Hetzenrichter Weg haben sie uns ausgetrickst." Lukas befürchtete ein Ausbremsen des Verkehrs. "Wenn ich hier eine Insel anlege, kommt keiner mehr vorbei."
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