Anlaufstelle für die Wirtschaft

Die Türen des Weidener Technologie-Campus stehen allen offen. Leiter Michael Tschapka will ihn noch weiter ausbauen. Bild: sbü

Die ersten 100 Tage sind vorbei. Michael Tschapka leitet seit gut vier Monaten den Technologie-Campus Weiden (WTC) und auch den Technologie-Campus Amberg. Im NT-Interview äußert er sich Situation des WTC und über seine zukünftigen Arbeitsschwerpunkte.

Nur gut eineinhalb Jahre führte Tschapkas Vorgängerin, Dr. Karin Preißler, die Weidener Einrichtung im Blickfeld der Hochschule. Dennoch konnten mit Unterstützung des Technologie-Campus mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Seit 2011 hatte Dr. Preißler bereits den etwas älteren Technologie-Campus in Amberg geführt.

Gibt es aus den vergangenen Monaten Neuigkeiten zu berichten

Michael Tschapka:Wir sind voll belegt, das heißt aber nicht, dass wir jetzt die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil, die Arbeit soll erst richtig losgehen. Zwei Schwerpunkte möchte ich ansprechen: Einmal die nach außen gerichteten Aktivitäten wie zum Beispiel die Ausweitung und Vertiefung von Kontakten zwischen Hochschulforschung und der Wirtschaft. Hierzu zähle ich auch die Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern der Gebietskörperschaften, der IHK oder dem Regionalmarketing.

Zweite Säule meines Aufgabenbereichs wird die Arbeit innerhalb der Hochschule sein. Dies erfolgt vor allem in meiner Funktion als Referent des Instituts für angewandte Forschung an der OTH Amberg-Weiden. Dabei geht es generell um Akquisition von Fördermittel für Forschungszwecke, aber vor allem um Unterstützung und Koordination solcher Aktivitäten innerhalb der Hochschule.

Für unsere Leser ist vor allem die nach außen gerichtete Arbeit besonders interessant. Wie soll zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderern, IHK oder dem Regionalmarketing konkret ablaufen?

Tschapka: Ich denke, wir können uns gegenseitig gut ergänzen. Der WTC ist eindeutig ein Standortvorteil der Region. Schließlich ist es doch sehr attraktiv, wenn die Möglichkeit der angewandten unternehmensnahen Forschung am Standort geboten ist. Kurze Wege zwischen Wissenschaft und Praxis, Studenten in Praktikum oder mit unternehmensbezogenem Bachelor-Arbeitsthema, auch als Fachkräftepotential, das sind Trumpfkarten. Der WTC soll immer mehr zur Brücke zwischen Wissenschaft und Betrieben werden. Ich kann mir auch die Unterstützung von Betrieben vorstellen, wenn diese für eigene Projekte Fördermittel beantragen.

Welche Fördersummen sind bisher für den WTC bewilligt worden?

Tschapka:Für die Vorlaufphase zu Errichtung und Betrieb des Technologietransferzentrums wurden der OTH Amberg-Weiden vom Bayrischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Fördermittel in Höhe von 491 000 Euro genehmigt. Eine weitere Förderung für die Einrichtung und Betrieb an den Standorten Amberg und Weiden in Höhe von 2 500 000 Euro wurde im Rahmen des Programms "Zukunftsinitiative Aufbruch Bayern" bewilligt. Ich bin gerade dabei, dafür den Schlussbericht zu erstellen.

Sind organisatorische Veränderungen im WTC geplant?

Tschapka: Noch ist nicht alles endgültig entschieden. Wir planen zunächst, den WTC noch stärker in die Hochschule einzugliedern. Auch über die geplanten organisatorischen Verbindungen zum zukünftigen E-House, das alle E-Commerce-Aktivitäten der Hochschule bündelt, muss noch entschieden werden. WTC und Institut für angewandte Forschung sollen noch mehr zu Einrichtungen werden, die in den verschiedenen Hochschulbereichen unterstützend wirken. Auch die Kooperation mit den Forschungsclustern der OTH soll verstärkt werden.

Sind auch in Zukunft Veranstaltungen wie zum Beispiel die "Sinnen-Reihe" geplant?

Tschapka: Auch das kann ich bejahen. Als nächstes ist am 18. Februar ein Trainingsworkshop zum Thema "Europäische Förderprogramme für Forschung und Innovation im Bereich Umwelt und Energie" geplant. Im April ist wieder eine E-Commerce-Nacht. Dort soll auch ein Gründerpreis namens "Early Bird" zusammen mit der Edmund-Bradatsch-Stiftung vergeben werden. Generell wollen wir auch das Thema Gründungsberatung weiter ausbauen.

Abschließende persönliche Frage: Was ist Ihr nächstes Vorhaben?

Tschapka: Ich will demnächst den Innovationspark Wackersdorf "bearbeiten", denn dort gibt es viele erfolgreiche Firmen, mit denen wir vielleicht auch noch zusammenarbeiten könnten.
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