Anna Godelmann und ihre Studienkollegin Maria-Pilar Pereira begeistern Publikum in Kulturscheune
Jeder Ton kommt spielerisch und leicht

Jugendlich, frisch und unbekümmert brillierte Anna Godelmann an der Violine. Begleitet wurde sie von Maria-Pilar Pereira am Flügel. Bild: prö
(prö) Ein erlesenes Programm, zwei junge charmante Damen auf der Bühne, ein gut gestimmtes Publikum und ausverkauftes Haus - das bot die Kulturscheune beim Auftritt von Anna Godelmann. Schon die Ankündigung des Konzerts mit der hochbegabten Amberger Violinistin weckte große Erwartungen und entfesselte einen Ansturm auf die Tickets. Schön für alle, die Karten ergattern konnten, denn das Konzert erwies sich als Sternstunde klassischen Musikvortrags.

Zur Aufführung kamen ausschließlich Sonaten, die speziell für die kleine kammermusikalische Besetzung geschrieben wurden. Zu hören waren Kompositionen von Mozart, Brahms und Beethoven. Mozarts Sonate in C-Dur datiert aus dem Jahr 1777 und gehörte zu den Mannheimer Sonaten, die im Verlauf einer längeren, schließlich nach Paris führenden Gastspielreise in Mannheim entstanden. Brahms Sonate in A-Dur wurde 1886 anlässlich eines Erholungsurlaubs in der Schweiz geschrieben. Beethoven komponierte seine Sonate in G-Dur 1802 in beschwingt heiterem Grundton.

Jugendlich frisch, fast unbekümmert, brillierte Anna Godelmann einmal mehr mit ihrem untadeligen Violinvortrag, der so spielerisch und leicht daherkam, als würde es ihr keinerlei Mühe bereiten, dem Saiteninstrument alle nur verfügbaren Töne zu entlocken. Anna Godelmann, ein aufgehender Stern am Geigenhimmel, studiert noch an der Universität Mozarteum in Salzburg; nach dem Abschluss des Bachelor of Arts im vergangenen Jahr ist sie mitten in ihrem Masterstudium. Unverkennbar und bemerkenswert die künstlerischen Fortschritte der jungen Musikerin, die schon 2010 und 2013 in der Kulturscheune Elbart auftrat.

Erstmals im Duett

Am Flügel saß Maria-Pilar Pereira, eine Studienkollegin, die einer irisch-argentinischen Familie entstammt und erstmals mit Anna Godelmann öffentlich auftrat. Ihre einfühlsame und taktgenaue Begleitung, in perfekter Harmonie mit der Violinistin, trug ganz wesentlich zum Gelingen des von beiden Künstlerinnen mit Leidenschaft, Hingabe und Herz vorgetragenen Sonaten-Konzerts bei.

Entsprechend der Schlussapplaus, der nicht enden wollte und mit einer zauberhaften Zugabe, der Sicilienne von Maria Theresia von Paradis, honoriert wurde.
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