Annaberger Töpfertradition im Museum

Eine kleine, aber feine Auswahl aus der über 400-jährigen Töpfertradition der Partnerstadt wird jetzt in Zusammenarbeit mit der Neuen Sammlung München im Internationalen Keramik-Museum in Weiden vom 29. März bis 24. April, gezeigt, Geöffnewt ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Am Ostersonntag (Museumsgeburtstag), 5. April, ist ganztags bei freiem Eintritt geöffnet.

Der offizielle Museumsgeburtstag wird am Ostersonntag, 5. April, mit einer großen Geburtstagsfeier für Groß und Klein bei freiem Eintritt in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis des Museums "Die Keramischen" gefeiert.

Annaberg-Buchholz, die Partnerstadt Weidens im Erzgebirge, kann auf eine lange Keramiktradition zurückblicken. Anders als in Weiden liegt die Blütezeit weit vor dem 19. Jahrhundert und der Errichtung der ersten Porzellanfabrik in Weiden. Und es war auch nicht das Porzellan, sondern die sogenannte Irdenware und das Steinzeug, mit dem sich Annaberg-Buchholz einen Namen machte.

Erste Spuren eines Töpferhandwerks finden sich schon kurz nach Gründung der Stadt am Ende des 15. Jahrhunderts. Eines der wenigen in Annaberg-Buchholz erhaltenen Meisterwerke ist der sogenannte Posamentenkrug, der in der Ausstellung in Weiden gezeigt wird. Mit der Anbindung an das Eisenbahnnetz Ende des 19. Jahrhunderts und der Einfuhr vor allem billigerer Massenware starb das Handwerk wie in vielen anderen Orten auch aus.

Eine außergewöhnliche Bereicherung ist das in der Ausstellung gezeigte Schriftstück aus dem 17. Jahrhundert, sogenannte Ergänzungsartikel zur Töpferinnung von Annaberg-Buchholz, über dessen Überlassung sich das Keramik-Museum ganz besonders freut, gibt es doch Einblick auch in die Arbeitswelt dieser Zeit.
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