Arbeit für Flüchtlinge

"Integration der Flüchtlinge zur Beseitigung des Fachkräftemangels?" - mit einem Fragezeichen hatte Josef Beimler, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg, das Thema seines Impulsreferats im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft versehen.

Wobei der Fachkräftemangel in der Wirtschaft Tatsache sei. Doch könne ihn die Flüchtlingswelle abschwächen? Die Chance besteht, meinte Beimler, "wenn die Integration und nicht nur die Qualifikation klappt". Qualifikation erfolge vor allem durch Sprachkenntnisse; Integration bedeute, unterschiedliche kulturelle Hintergründe in die deutsche Gesellschaft zu vermitteln. Es gebe Flüchtlinge, "die arbeiten wollen, aber unsere Sprache nicht sprechen. Aber auch solche, die arbeiten wollen, aber keine Ausbildung annehmen wollen."

Der Status der Flüchtlinge sei für den Arbeitgeber wichtig, "denn sonst kann es sich im Extremfall um Schwarzarbeit handeln". Der ständige Wechsel hier verunsichere die Wirtschaft. So waren Albaner bisher aus einem unsicheren Herkunftsland, jetzt sind sie aber aus einem sicheren.

Die IHK beabsichtigt laut Beimler, Flüchtlinge über eine Jobbörse zu vermitteln, Informationen über den Umgang mit ihnen und ihren Status an die Betriebe herauszugeben und Qualifizierungsmaßnahmen für Ausbildungskräfte anzubieten, die die kulturellen Hintergründe der Flüchtlinge beleuchten. "Die Flüchtlingswelle kann den Facharbeitermangel gegensteuern", meinte Beimler, "doch werden die ersten Auswirkungen in frühestens fünf bis zehn Jahren erkennbar sein."
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