Arbeiten für die besten Adressen

Wer an der Spitze steht, setzt die Standards. Die BHS Tabletop AG mit ihren drei Marken "Bauscher", "Schönwald" und "Tafelstern" ist Weltmarktführer. Die Spitze will Vorstandsvorsitzender Christian Strootmann verteidigen - mit verstärkter Arbeit an den Wochenenden, wenn es die Auftragslage erfordert.

Bei der achten gemeinsamen Feier der Arbeitsjubilare aus den Standorten Weiden, Schönwald und Selb betonte Christian Strootmann in der Max-Reger-Halle in Weiden, dass der Unternehmenserfolg auf den Leistungen der Mitarbeiter fuße. BHS habe seit 2004 über 60 Millionen Euro in Maschinen und Herstellungsprozesse investiert. Doch der Schlüssel zum Erfolg seien nicht die Automaten, sondern die Menschen, die bereits sind, "neu zu denken und anzupacken". Die Jubilare hätten Großes geleistet: "25 oder gar 40 Jahre in der Geschirrindustrie zu arbeiten, das ist etwas Besonderes."

Seit Jahrzehnten, so Strootmann, schrumpfen die Beschäftigtenzahlen in der Porzellanbranche. 1990 arbeiteten hier bundesweit 28 000 Menschen. "Heute sind es noch 4000 bis 5000. Und wir sind mit unseren 1100 dabei." "Täglich essen über 200 Millionen Menschen von unserem Geschirr." Jährlich versende BHS über 40 Millionen Porzellanteile an die besten Adressen der Hotellerie und Gastronomie in der Welt. Das Unternehmen stehe auf solidem Fundament, erzielte 2014 "einen ordentlichen Profit". "Wir werden alle tariflichen Leistungen zahlen können."

Dennoch müsse das Unternehmen "hart sparen", um weiter zu investieren und um zukunftsfähig zu sein. Die Mitbewerber setzten auf den billigen Preis. "Wir müssen schneller, besser, flexibler sein und an morgen denken. Samstag- und Sonntagsarbeit muss sein. Nur dadurch halten wir unser Unternehmen vorne."

Erfolg kein Selbstläufer

Dreier- und Viererschichten seien inzwischen Standard, betonte auch der Weidener Betriebsratsvorsitzende Sigmund Huber. Längst habe jeder sein Familienleben den Arbeitszeitverschiebungen untergeordnet. Auch die "Kröte" der verstärkten Wochenend-Arbeit sei zu schlucken. "Wir sind Weltmarktführer. Das hat seinen Grund. Das ist kein Selbstläufer. Das ist uns allen bewusst."

Personalleiter Jörg Dietze begrüßte die über 45 Jubilare und ihre Familien zur würdigen Feier. Die Jubilare stellt Bernd Hummer, Bereichsleiter Personal- und Sozialwesen, mit einer aufwändigen und netten Präsentation vor, die sich nicht auf den Berufsweg und die Tätigkeiten beschränkte, sondern auch die Hobbys der Mitarbeiter vorstellte. "Wir wollen nicht nur ein konkurrenzfähiger, sondern auch ein attraktiver Arbeitgeber sein", versicherte Hummer. "Gerade in den letzten Jahren haben wir in unserem Unternehmen viel getan, bewegt und verändert."
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