"Arbeitsweise dreht sich oft im Kreise"
Das kommunalpolitische Weihnachtsgedicht

Weiden. (mte) Von der Arbeitssitzung hat Dr. Christian Deglmann (Bürgerliste) erst erfahren, nachdem er bereits für die übliche Festsitzung gedichtet hatte. Da der Stadtrat der Lyrik kein Gehör schenkte, folgen hier exklusiv einige Auszüge.

"Ein Jahr schon wieder ist fast vergangen, ein Jahr mit Hoffnung und mit Bangen, ein Jahr in dem Führungspersonal war zu wählen, manchen tat dies furchtbar quälen."

Zu Kurt Seggewiß: "Nur Einer hat sich narrisch g'freut, dass er dies mal nicht bereut; ein glatter Punktsieg, sehr souverän, nur dass ich das auch noch erwähn. Kurt Seggewiß bleibt uns erhalten und muss noch länger hier verwalten, die Stadt die zwar am Rande steht, aber noch ohne Krücken geht."

Zu "alten" Stadträten in neuen Fraktionen: "Lustig war's auch auf den Stadtratsbänken, um dort auch mal hin zu schwenken. Wenn Personen nur der Posten wegen, mal schnell Geheimallianzen pflegen und dies öffentlich verneinen - nicht zum Lachen, es ist zum Weinen. Erst schwarz, dann gelb und letztlich rot, gar groß sein muss da schon die Not, wenn man sich so muss heut' verkaufen, da bleibt mir weg, die Luft zum Schnaufen. Ein Sinnbild für unsere Arbeitsweise, wir drehen uns sehr oft im Kreise."

Zum Ratsentscheid Gewerbegebiet: "Bravo möchte ich da schon mal sagen, Weiden will die Zukunft wagen. Lasst uns nur nicht alles zerreden, West muss man behutsam pflegen. Und liebe Gegner, macht nicht zunichte, diese Weidener Erfolgsgeschichte!"

Zur Spardebatte: "Man merkt dass Politik doch tut sich schwer, weil einer legt sich immer quer, weil einer muss sich immer quälen, da man ihn sonst würd' nimmer wählen. So wird's nicht besser in unserer Stadt, wenn jeder hat das Sparen satt."

Zu Keramikmuseum und "Regi": Museum und Bib im "Waldsassener Kasten", dort drücken uns doch schwere Lasten. Lasst uns phantasievoll doch mal denken und nicht den Rotstifte dort nur schwenken,: Machen wir draus einen Bibliothekenbau, bei dem Keramik ist die Schau. Mit Leseecken und Bücherregalen, neben all den alten Schalen. Zwei Einheiten zusammenschweißen, was auch technisch das will heißen. Von mir aus auch mit Fifty Cent, ich glaube die Idee, die rennt."

Zur fraktionsübergreifenden Sitzung in Waldsassen mit dem Thema Haushaltskonsolidierung: "Gesprochen wurde vom ,Waldsassener Geist', der alle hätt' zusammen g'schweißt: Ob Alkohol kann Weiden retten, darauf möchte ich nicht wetten. Mir scheint, Sparvorschläge hin oder her, aus diesem Geist wird bald Liqueur.

Visionen: "Lasst uns doch endlich mal beginnen und unserer Unabhängigkeit entrinnen. Wir sollten als Region aufstehen, nur so kann es doch weiter gehen! Wir könnten den Stadt-Status neu erfinden, nicht als Weiser unter Blinden, sondern in einer kooperativen Vision, als Partner in der Kommunalregion."
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