Asylbewerber statt in Mehrzweckhalle in Berufsschulhalle - Aber auch nur im Notfall
Dickes Lob für Meyer und Höher

Die Diskussionen brandeten auf: kurz und heftig. Jetzt aber sind die Wogen wieder geglättet. Die Mehrzweckhalle am Langen Steg wird für die Unterbringung von Asylbewerbern doch nicht gebraucht. Schulen, Sportvereine, die Narrhalla und auch Konzert-Organisatoren ("Clones of Rock") atmen auf.

Im Sportbeirat dankten jetzt Hans Sperrer (CSU) und Herbert Tischler (Stadtverband für Leibesübungen) den Bürgermeistern Jens Meyer (SPD) und Lothar Höher (CSU) für ihr Vorgehen und ihr Verhandlungsgeschick. Beide hatten sich zur sogenannten Krisensitzung der Vereine selbst eingeladen.

"Die Mehrzweckhalle wäre die schlechteste Lösung gewesen", sagte Sperrer. Er erinnerte daran, dass sich die Stadt Weiden bei der Aufnahme von Asylbewerbern immer kooperativ gezeigt habe. In diesem Zusammenhang gab's auch Lob von Gertraud Greiner (Stadtverband) für den Geschäftsführer des Sportbeirats, Christian Meiler.

Platz für 108 Asylbewerber

Statt der Mehrzweckhalle ist nun im Zuge des Notfallplans die Sporthalle der Europa-Berufsschule vorgesehen. Dort könnten 108 Asylbewerber Platz finden. Bürgermeister Meyer geht aber davon aus, dass die Räumlichkeit nicht gebraucht wird. "Deshalb sagen wir vorerst auch keine Veranstaltungen ab." Meyer erläuterte die Vorgehensweise: Erst wenn die Plätze in München und Zirndorf nicht ausreichen, springt einer der Bezirke ein. Sollte dies die Oberpfalz sein, würde einer der zehn Landkreise und kreisfreien Städte ausgewählt.

Meyer berichtete von "nicht immer leichten Gesprächen" mit der Regierung. Er nahm OB Kurt Seggewiß in Schutz. Die erste Mail der Regierung sei sehr deutlich gewesen. "Und der OB wollte das Problem vor seinem Urlaub noch selbst lösen."
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