Atemnot
Angemerkt

"Es muss auch mal möglich sein, Dinge anzusprechen ..." Wenn ein Satz zum Thema "Flüchtlinge in Weiden" so beginnt, verspürt der Zuhörer in der Stadtratssitzung den Drang, die Luft anzuhalten, ob des verbalen Glatteises, auf das sich der Politiker da gerade wagt.

Da war die Rede vom Anstellen mit Asylbewerbern um Lebensmittel bei der Tafel. Es wurden auch Zukunftsszenarien beschrieben, bei denen Einheimische mit Asylbewerbern um günstigen Wohnraum oder um Arbeitsplätze kämpfen werden. "Ja, Sozialneid ist das Schlimmste", befand der Oberbürgermeister.

Der Zuhörer verspürt Atemnot - bis frischer Wind in die Diskussion kommt. "Es ist unsere Aufgabe, den Menschen diese Ängste zu nehmen", sagt etwa Gabriele Laurich. Josef Gebhardt fordert Weitsicht: "Wir müssen schon jetzt Pläne entwickeln." Dass einige - wie eine Mietspiegelüberarbeitung - schon in der Schublade stecken, betont Sozialdezernent Hermann Hubmann.

Das zeigt: Die Stadträte taten gut daran, die Ängste und Sorgen einiger Weidener wiederzugeben. Sie taten noch besser daran, sich daran nicht aufzuhängen. Stattdessen rangen sie sofort um Lösungsansätze. Das zeigt, der Stadt scheint beim Thema "Flüchtlinge in Weiden" noch lange nicht die Luft auszugehen. Zeit, ruhig durchzuatmen.



Polizeibericht

Streithennen lassen Federn fliegen

Weiden. (fku) Die zwei jungen Frauen gerieten sich in die Haare - und das wortwörtlich: In der Nacht zum Sonntag, gegen 2 Uhr, artete ein Streit zwischen einer 19- und einer 22-Jährigen auf dem Parkplatz vor dem Eisstadion aus. Dabei riss die jüngere ihrer Kontrahentin nicht nur ein Büschel Haare aus, sondern verletzte sie auch noch im Halsbereich an der Wirbelsäule. Grund für das Ganze war mal wieder das andere Geschlecht. "Beim Streit ging es um einen ehemaligen Freund", berichtet die Polizei. "Anscheinend gab es schon länger Unstimmigkeiten zwischen den beiden Streithennen."

Sie lesen heute

Kreisseite

Bewährungsstrafe

Der Discjockey, der im März in Vohenstrauß während einer Singleparty die Gäste mit einem Feuerlöscher eingenebelt hat, erhielt eine Freiheitsstrafe auf Bewährung und muss eine Geldbuße zahlen. (Seite 30)
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.