Atempause für die Seele

Jeder Teilnehmer des Coachingcafés konnte sein eigenes Programm zusammenstellen. Institutsleiterin Sigrid Stilp (Zweite von links) hatte wieder ein vielfältiges Angebot zusammengestellt. Im Team dabei waren (von links) Heike Artmann, Stefanie Ramsl, Jürgen Stilp und Gastdozentin Susanne Hirmer. Bild: Bühner

Warum fast nur Frauen gekommen waren, dürfte ein Geheimnis bleiben. Wahrscheinlich würden Männer von einigen Stunden Selbstfindung ebenso profitieren. Das Institut für Entwicklungsberatung nennt die Veranstaltung Coachingcafé und bietet vor allem Lebenshilfe.

Weiden. (sbü) Die meisten Besucher kamen aus Berufen, die körperlich und psychisch sehr belastend sind. Sie suchen nach Möglichkeiten, damit besser fertig zu werden. Manche sind auch nur neugierig. Das 3. Weidener Coachingcafé des Instituts für Entwicklungsberatung offerierte wieder zahlreiche Angebote, mit den Belastungen des Lebens fertig zu werden. Alle Programmpunkte haben eines gemeinsam, nämlich aus dem Nachdenken über sich selbst, der Selbstreflexion, Schlussfolgerungen für das eigene Leben zu ziehen.

Der Weg nach Santiago

Der Weg, der im ersten Programmpunkt des Tages aufgezeigt wurde, hieß "Camino de Santiago". Stefanie Ramsl war wenige Tage zuvor von ihrer 5-wöchigen Wanderung auf dem Jakobsweg bis Cap Finisterre zurückgekommen. Sie berichtete sehr anschaulich von ihren Empfindungen, Eindrücken und Erlebnissen auf der über 900 Kilometer langen Rucksackreise. Gestartet war Stefanie Ramsl als Einzelpilgerin in Irun, dann traf sie auf Menschen, von denen sie sagt: "Ich werde immer mit ihnen verbunden bleiben." Die Bilder die sie zeigte, waren mit Empfindungen und Erkenntnissen überschrieben und sie gab den Zuhörern sehr persönliche Einblicke.

Weil der Jakobsweg durch gelbe Pfeile gekennzeichnet ist, empfahl die Referentin symbolisch "achte auf die gelben Pfeile im Leben, manchmal sind sie versteckt, aber immer da". Im Coachingcafé gab es zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich mit seiner persönlichen Situation zu beschäftigen. Gastdozentin Susanne Hirmer zeigte Wege auf für Antworten auf die Frage: "Was macht mich gesund, was macht mich heil?"

Durch Vortrag und Gruppenarbeit erhielten die Teilnehmer Anregungen, die sie laut Referentin "zu Hause weiter pflegen können". Dabei ging es auch um die Fragen: Was sind meine Ziele und Werte? Was ist mir wichtig? Spannungen im Beruf entstünden vor allem dann, wenn Mitarbeiter durch vorgegebene Arbeitsabläufe "das Gefühl verlieren noch Qualität zu machen". Berufswechsel seien in anderen Ländern öfter üblich als in Deutschland, stellte die Referentin fest, die auch ganz praktische Tipps gab: "Pausen halten gesund" oder "Rituale geben Halt".

In weiteren Themenblöcken ging es bei Institutsleiterin Sigrid Stilp um den "Richtigen Umgang mit Gefühlen", bei Jürgen Stilp um "Motivation: Was ist das Feuer in mir?" und bei Heike Artmann um "Balance und Stärkung der Chakren mit Hilfe der Kinesiologie".
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.