Auch Hochtour des Alpenvereins heuer ein voller Erfolg - Weidener Hütte lockt
Gletscherkurs glattgegangen

Erfolgreich haben sie einen Gletscherkurs absolviert: Eine Gruppe des Alpenvereins. Bild: hfz
Der diesjährige Gletscherkurs des Alpenvereins fand in den Stubaier Alpen statt. Unter der versierten Leitung der beiden Fachübungsleiter Werner Götz und Fritz Ratzinger wurden sieben angehende Hochtourengeher an die Besonderheiten einer Gletscherbegehung herangeführt. Götz verdeutlichte anschaulich, dass Touren in Schnee und Eis eine weitaus sorgfältigere Herangehensweise bei Planung und Durchführung im Vergleich zu Wanderungen oder Felstouren erfordern.

Rund um die Franz-Senn-Hütte (2295m) liegen ideale Voraussetzungen vor, um als Einsteiger Erfahrungen für Hochtouren zu vermitteln. Götz und Ratzinger demonstrierten anschaulich, wie ein korrektes Sturzverhalten aussieht oder wie die Anlage von Fixpunkten mit Hilfe von Eisgeräten oder Eisschrauben erfolgt. Die Spaltenbergung mit der losen Rolle wurde theoretisch erläutert und anschließend in der Praxis ausführlich einstudiert. Dazu existiert an der Berghütte sogar ein extra eingerichteter Übungsfelsen. Am Sonntag folgte eine kombinierte Gipfeltour über Fels und Gletscher zur Inneren Sommerwand (3122m). Da eine ausreichende Schneedecke vorhanden war, konnte die Gruppe in zwei Seilschaften ganz ohne Steigeisen über den Gletscher aufsteigen.

Dank der hervorragenden Organisation und der umsichtigen Leitung waren sämtliche Teilnehmer von dem intensiven Ausbildungskurs und den verantwortlichen Leitern restlos begeistert und fühlen sich fit, um jetzt Erfahrungen für weitere Hochtouren zu sammeln.

Hochtour Zillertaler Alpen

Der Gletscherschwund hat auch im Stubaital deutliche Spuren hinterlassen. So ist beispielsweise der Schwarzenberg Ferner an der Wildgratscharte im Vergleich zum Vorjahr um ganze 30 Meter (!) zurückgegangen.

In den vergangenen Jahren konnte die Hochtour wegen schlechtem Wetter gar nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden. Doch in diesem Jahr hatte der Wettergott ein Einsehen. Werner Götz und Fritz Ratzinger hatten das Furtschaglhaus (2295m) oberhalb des Schlegeisspeichers am beliebten Berliner Höhenweg als Standort ausgewählt. Zum Auftakt tourte die achtköpfige Gruppe auf das Schönbichler Horn (3134m), für das keine spezielle Hochtourenausrüstung erforderlich war. Bei erstaunlich gutem Wetter ging es los und die Route bot einen tollen Blick auf den Furtschaglkees.

Der nächste Tourentag startete wenig vielversprechend: bei dichtem Nebel mit maximal 20 Metern Sicht schien die Gletschertour auf den Großen Möseler (3478m) unmöglich. Doch der erfahrene Hüttenwirt meinte, starke Hochwinde würden den Nebel rasch vertreiben und eine gefahrlose Besteigung zulassen. Tatsächlich riss der Nebel nach etwa einer Stunde auf und gewährte freie Sicht zum Gipfel.

Fahrt zur Weidener Hütte

Der höchste Punkt Weidens liegt auf knapp 1800 Metern Höhe und nicht im Stadtgebiet, sondern in Österreich, genauer gesagt in der Silberregion Karwendel. Dort befindet sich die Weidener Hütte, zu der der Weidener Alpenverein auch in diesem Jahr wieder eine Gemeinschaftsfahrt anbietet. Am Wochenende vom 9. bis 11.10. startet ein Reisebus von Weiden aus nach Innerst im Inntal. Von dort führt ein bequemer Forstweg in ca. zwei Stunden zur Schutzhütte. Am Samstag bestehen verschiedene Wandermöglichkeiten, wie zum Beispiel über das Geiseljoch (2292 m) auf die Halslspitz (2574 m) und den Rastkogel (2762 m), der höchsten Erhebung vor Ort. Für weitere Informationen zur Fahrt steht Doris Reil telefonisch (0961 7452) gerne zur Verfügung. Alternativ lohnt ein Blick auf die Internetseite www.dav-weiden.de unter "Programm 2015".
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