Auf den Spuren und Wegen Jesu

Wie jedes Jahr geschaltete die Stadtkapelle unter der Leitung von Hubert Rupprecht die Christmette auf der "Heiligen Staude" . Bild: hcz

Weihnacht bei der "Heiligen Staude": Hier gibt es keine gewöhnliche Christmette. Das wussten auch heuer wieder viele Besucher zu schätzen.

Trompeten, Hörner, Klarinetten und Posaunen erschallten im Dunkel des Waldes. "Es ist ein Ros' entsprungen", verkündeten die Stadtkapelle unter der Leitung von Hubert Rupprecht. Trotz leichten Nieselregens waren wieder Hunderte von Bürgern aus Weiden und den umliegenden Orten der Einladung zur Christmette auf der "Heiligen Staude" gefolgt. Die Feier der Geburt Jesu an der kleinen Granitstein-Kapelle aus dem 15. Jahrhundert ist alljährlich etwas ganz Besonderes.

Wenn es auch witterungsbedingt etwas weniger waren als in den vergangenen Jahren, war der Platz vor dem Kirchlein doch gut gefüllt. Bei lauen sieben Grad waren die Gläubigen mit Laternen und Taschenlampen losgezogen. Die Familie Schieder, die sich seit vielen Jahren um die "Heilige Staude" kümmert, hatte den Gottesdienst vorbereitet und eine hohe Fichte mit Kerzen und Kugeln geschmückt. "Willkommen alle, die den Weg in dieser heiligen Nacht hierher gefunden haben. Und auch willkommen alle, die vielleicht Schwierigkeiten mit dieser ,heiligen Nacht' haben", begrüßte Stadtdekan Johannes Lukas (St. Konrad) die Versammelten.

Als Ministrantinnen hatte er Hannah Soderer und Sophie Breinbauer aus der Pfarrei St. Konrad dabei Letztere feierte am ersten Weihnachtstag selbst Geburtstag, ihren 15. Der Geistliche ging in seiner Predigt auf das "ungeheuere Geschehen" zu Weihnachten ein: die Botschaft von einem Gott, der als wehrloses Kind in die Welt gekommen ist, um den Weg alles Menschlichen zu gehen. Warum Gott diesen Weg gegangen ist, würden wir nie ganz verstehen, sagte Lukas. So wie viele Weihnachtslieder, deren Texte uns als Kinder unverständlich blieben, aber "einfach schön" seien.

Wolfgang Leo Bäumler las aus dem Buch Jesaja von Jesu Geburt und später die Fürbitten. Nach "O du Fröhliche" entließ die Stadtkapelle die Menschen mit dem schönsten aller Weihnachtslieder: "Stille Nacht, heilige Nacht".
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