Auf nach Eger und Franzensbad
Schulen und Vereine

Vor der prächtigen Kulisse der Stadt Eger bewunderten die Reisenden des Maria-Seltmann-Hauses den komplett sanierten Marktplatz. Bild: (cr)
Nach Eger und Franzensbad unter dem Motto "Böhmische Kaffeehausgeschichten": So lautete die Einladung des Maria-Seltmann.Hauses. Das Ergebnis, 170 Anmeldungen, war selbst für Leiterin Susanne Meichner die totale Überraschung. Nun wird an drei Terminen gefahren.

Der erste startete bei herrlichem Wetter mit einer Stadtführung im Zentrum von Eger. Weiter ging es dann ins Ingo-Casino Franzensbad, das den Charme früherer Kaffeehäuser aus der Kaiserzeit bewahrt hat. Kaiser Franz I., dessen Namen der Ort noch heute trägt, gründete das Bad 1793. Heute ist der Tummelplatz einstiger Prominenter und Staatenlenker ein wieder aufstrebender Kurort im Herzen Europas - direkt vor unserer Oberpfälzer Tür.

Weitere historische Fahrten des Seltmann-Hauses sind bereits geplant: Am Dienstag, 12. Mai, geht es zu zwei historischen Stadtführungen ins Stiftland. Eine Station ist Tirschenreuth, das seit der Landesgartenschau einen gewaltigen Wandel in seinem Stadtbild machte. Durch die Altstadt ziehend, lassen dann Schauspieler in Originalkostümen szenenhaft wichtige historische Ereignisse aufleben. Anschließend geht es in den Geschichtspark Bärnau, der ebenfalls einen gewaltigen Entwicklungsschub mit vielen neuen Einrichtungen gemacht hat. Gebühr: 25 Euro. Anmeldung unter 0961/38 10 91-1. (cr)

Französische Erzählkunst

Die französische Erzählerin Catherine Bouin, die in der Nähe von Nizza wohnt und dort eine eigene "Erzählschule" betreibt, ist seit Jahren ein gerngesehener Gast am Kepler-Gymnasium. Auch heuer kam sie auf Einladung von Fachbetreuerin Martina Schlemmer-Baade. Fast 200 Schülern erzählte sie mit bildreicher Sprache und überzeugender Gestik sogenannte "contes de sagesse", philosophische Geschichten, die oftmals unerwartet enden und zum Nachdenken anregen. Anschaulich erzählte sie zum Beispiel die Geschichte von einem algerischen Mädchen, das als Kleinkind im Altlas-Gebirge verlorenging, dann von einer Herde Gazellen aufgenommen wurde und bei dieser aufwuchs. Nach Jahren wurde die inzwischen junge Dame vom Sohn des Sultans entdeckt, heiratete diesen und fand erst nach langer Zeit ihre menschliche Sprache wieder.

Eines ihrer wichtigsten Ziele ist es, durch die lebendige Vortragsweise der Geschichten bereits bei jungen Menschen die Erfahrung zu vermitteln, Französisch zu verstehen, und somit das Interesse an der französischen Sprache und Kultur zu wecken. So zog sie auch die Schüler, die erst seit September die Französisch lernen, in ihren Bann. Für alle Schüler war es ein Erfolgserlebnis, die französische "Grande Dame" der Erzählkunst zu verstehen.
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