Aufschwung zum Herbstanfang

Arbeitskräfte sind begehrt: Die Arbeitslosenquote im Bezirk Weiden sank im Oktober auf 4,0 Prozent. 4743 Nordoberpfälzer ohne Beschäftigung - das sind 440 weniger als im Vormonat. Und die Agentur kann noch jede Menge freie Stellen vermitteln.

Die Fachkräfte der Agentur für Arbeit und der beiden Jobcenter betreuten im Oktober 2401 Männer und 2342 Frauen: im Vergleich zum Vorjahr rund 50 Personen weniger. "Wir haben im Oktober die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit Jahresbeginn", stellt Agentur-Chef Andreas Staible fest. "Der Herbstaufschwung am Arbeitsmarkt spiegelt sich in den aktuellen Zahlen wider. Im Berichtsmonat waren zahlreiche Einstellungen und Arbeitsaufnahmen zu verzeichnen."

Der positive Trend sei auch durch viele Jugendliche beeinflusst, die ins Studium starteten oder sich für eine neue schulische oder berufliche Ausbildung entschieden. So verringerte sich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahre auf rund 500 (682 im Vormonat).

38 Prozent über 50 Jahre

In den letzten vier Wochen meldeten sich 1136 Männer und Frauen neu bzw. erneut arbeitslos. Gegenüber September ein Rückgang von rund 12 Prozent. Den Neumeldungen standen 1565 Abmeldungen gegenüber, darunter 530 Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten, indem sie eine Erwerbtätigkeit aufnahmen. Zusätzlich begannen 409 Männer und Frauen eine Ausbildung oder Qualifizierung. 38 Prozent aller Arbeitslosen waren über 50 Jahre alt.

Getrennt nach Rechtskreisen, wurden 1852 Menschen (Vormonat 2171) von der Agentur für Arbeit (SGB III) und 2891 Personen (Vormonat 3009) als Kunden der Jobcenter betreut. "Von der guten Arbeitsmarktlage hat insbesondere der konjunktursensible Rechtskreis SGB III profitiert", ergänzt Staible.

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst auch die Unterbeschäftigung, also auch Männer und Frauen in Weiterbildungen oder Altersteilzeit sowie Selbständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. Demnach waren zusätzlich zu den Arbeitslosen 1451 Personen unterbeschäftigt. Die Quote beträgt hier 5,2 Prozent.
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