Auftrag zur Hilfe für Flüchtlinge

Käthe Pühl eröffnete als Präsidentin der Synode des evangelischen Dekanats Weiden die Tagung. Bild: hfz

Die Not der Flüchtlinge berührt auch die Mitglieder der evangelischen Dekanatssynode. Deshalb gab es bei dem Treffen auch einen eindringlichen Appell von Dr. Wenrich Slenczka.

Die Not der Flüchtlinge, einige personelle Veränderungen sowie der Kindergottesdienst in den Gemeinden standen im Mittelpunkt der Herbstsynode des Evangelisch-Lutherischen Dekanates Weiden. Dazu waren Kirchenvorsteher und Pfarrer aus den 35 Gemeinden zwischen Waldsassen im Norden und Wernberg-Köblitz im Süden ins Haus der Gemeinde gekommen.

Dekan Dr. Wenrich Slenczka zeigte sich in seinem Jahresbericht erfreut darüber, dass das bisher ehrenamtlich geführte Evangelische Bildungswerk seit September personelle Verstärkung erfahren habe: "Im Rahmen der Bildungsinitiative unserer Landeskirche haben wir eine zusätzliche Arbeitskraft bewilligt bekommen. Religionspädagogin Bettina Hahn kann nun mit sieben Stunden pro Woche die Bildungsarbeit mit neuen Ideen bereichern. Innerhalb von drei Jahren soll sie versuchen, ein neues Konzept zu erarbeiten, das auch Kooperationen mit anderen Bildungswerken einschließen kann."

Betroffen zeigte er sich von der Not der Flüchtlinge. "In einem Flüchtlingslager im Nordirak, das Landesbischof Bedford-Strohm vor kurzem besuchte, gab es lediglich vier Wasserhähne für 40 000 Flüchtlinge - also fast so viele Menschen wie in Weiden leben. Als christliche Gemeinde haben wir den Auftrag zu helfen." Er appellierte deshalb an die Anwesenden: "Wenn Sie in Ihrer Gemeinde oder an Ihrem Ort Wohnraum haben, den man für Flüchtlinge nutzen kann, dann überlegen Sie als Nächstes: Wie können wir Flüchtlinge hier willkommen heißen?" Ohne Beratung von fachkundigen Stellen sei dies allerdings schwierig. Die Diakonie könne hier weiterhelfen: "Die Flüchtlinge haben furchtbare Erfahrungen gemacht und brauchen die richtige Hilfe, die ihnen auch beisteht, mit dem fertig zu werden, was sie in ihrem Land und auf der Flucht erlebt haben."

Einen Blick in die Zukunft warf Pfarrer Hartmut Klausfelder aus Neustadt am Kulm. Er stellte die Aufgaben des Landesverbandes für Kindergottesdienstarbeit in Bayern vor. Dieser unterstützt nicht nur das gottesdienstliche Leben mit Kindern und Familien in den Gemeinden. Er veranstaltet auch alle vier Jahre einen Mitarbeiterkongress mit Gästen aus ganz Bayern. Klausfelder, der auch zweiter Vorsitzender des Landesverbandes ist, ermunterte die Synodalen, die Gottesdienste mit Kindern genauer in den Blick zu nehmen. Auch deshalb, weil die nächste Landestagung vom 10. bis 12. Juni 2016 in Weiden stattfindet.
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