"Aus" der Ausstellung verhindern

Susanne Kempf mit einem ihrer Werke. Die Weidenerin hat 2008 die Ausstellung "Denken - Fühlen - Malen" aus der Taufe gehoben, die seitdem jedes Jahr neue Werke von an MS erkrankten Künstlern präsentierte. 2015 werden die Bilder nur in Weiden zu sehen sein. Damit die Veranstaltung auch für die Zukunft gesichert werden kann, wirbt Susanne Kempf um Sponsoren. Bild: Porsche

Bei der achten Auflage gibt es einige Hindernisse. Doch Susanne Kempf lässt sich davon nicht entmutigen. Im Gegenteil: "Ich mache die Ausstellung auf jeden Fall", kündigt sie an.

Weiden. (ps) "Das Thema ist mir einfach zu wichtig, und es gibt allen Beteiligten Auftrieb." "Denken - fühlen - malen" lautet der Titel der Ausstellung auch in diesem Jahr. Zu sehen sein werden Bilder von Künstlern, die - wie die Initiatorin selbst - an Multiple Sklerose erkrankt sind. Der Termin für die Ausstellung in der Galerie im Alten Schulhaus in Weiden steht bereits fest: 3. bis 29. Mai. Die Vernissage beginnt am Samstag, 3. Mai, um 11 Uhr mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß als Schirmherren. Anschließend wird ein Teil der Werke noch im Weidener Klinikum zu sehen sein.

Verschärfter Pharmakodex

Dass die Bilderschau in diesem Jahr nicht noch an andere Orte in der Bundesrepublik weiterwandert, liegt am Rückzug eines Pharmaunternehmens als Auftraggeber bzw. Veranstalter des Projekts, bedauert Susanne Kempf. Ursache dafür sind nach ihren Worten die verschärften Regeln des Pharmakodex, die zu einer großen Verunsicherung geführt hätten. "Dabei sind die von MS betroffenen Künstler bei der Ausstellung nicht in der Rolle der Medizin- oder Hilfsmittel-Konsumenten", argumentiert sie. "Sie übernehmen die aktive Rolle. Sie zeigen ihren Umgang mit der Krankheit, agieren aus der Krankheit heraus und motivieren andere, mit einer speziellen Situation in besonderer Weise umzugehen." Damit die Beteiligten dies auch in Zukunft tun können, sei finanzielle Unterstützung durch Veranstalter oder Sponsoren nötig.

Im Jahr 2008 hat die Weidenerin Susanne Kempf - sie betreibt die PR-Agentur Anis, arbeitet auch als freiberufliche Journalistin - diese ganz spezielle Ausstellung aus der Taufe gehoben. Nicht zuletzt aus eigener Betroffenheit - und weil ihr das Malen so viel gebracht hat. 28 Künstler zeigten im ersten Jahr insgesamt 140 ihrer Werke in der Max-Reger-Stadt. Im Jahr darauf wanderten 86 Bilder von 25 Künstlern von Kemnath über Berlin, Bonn und Hamburg nach Frankfurt. Ein Pharmaunternehmen übernahm das Projekt als Veranstalter, Susanne Kempf sorgte weiterhin für die Organisation der alljährlichen Ausstellung.

Heuer 20 Teilnehmer

In diesem Jahr werden 20 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik 40 Werke präsentieren. Was die Ausstellung für die Beteiligten bedeutet, zeigt folgendes Zitat aus einer Zuschrift an Susanne Kempf: "Auch ich kann nur von guter Stimmung, netten Gesprächen und Begegnungen bei der Vernissage in Trier berichten. Intensive Gespräche über MS und das Malen (...) waren bereichernd. Es tat mir persönlich sooo gut, gab mir Mut, mit der MS nach vorne zu schauen, positiv zu denken und natürlich, wie auch Du es schaffst, weiter zu kämpfen..."

Damit das auch weiterhin der Fall ist, hofft die Initiatorin auf Sponsoren. Wer die Ausstellung "Denken - Fühlen - Malen" unterstützen möchte, kann sich an Susanne Kempf weden, Telefon 0961/634 03 24, oder per Mail: www.pr-anis.de
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