Aus Israel zugeschaltet

Shaul Hollander, ehemaliger Mitarbeiter der Israelischen Regierung, war via Skype aus Haifa bei den Weidener Filmgesprächen zugeschaltet.

Pfarrer Herbert Sörgel aus Flossenbürg hatte diesmal eine ganz besonderen Gast zu den "Weidener Filmgesprächen" mitgebracht: Shaul Hollander, einen ehemaligen Mitarbeiter der Israelischen Regierung. So richtig im Neue-Welt-Kino-Center mit dabei war er dann aber doch nicht.

Hollander saß nicht wie die anderen Besucher bei den "Weidener Filmgesprächen" im Kino. Nein, er kannte den Film schon. Der Experte war live aus Haifa via Skype zugeschaltet.

Unter den Zuschauern waren auch Veronika, Franziska und Jasmin, die alle drei auf Vermittlung von Pfarrer Sörgel mit der Evangelischen Jugend nach Israel reisen und dort Shaul Hollander treffen werden. Der zerstreute alle Bedenken. Israel sei sicher, meinte er. Wenigstens für Touristen. Wer als Besucher ins Land komme, werde von den Konflikten, die im Untergrund geführt würden, nichts mitbekommen.

Derzeit sei es ruhig im Land. Die Deutsch-Israelisch-Britische Ko-Produktion "The Green Prince", eine Dokumentation über den Nahen Osten, spiegle die derzeitige Lage in Israel nicht wider, sagte Hollander. "Keine Angst, ihr werdet keinen Kriegszustand erleben." Die meisten Juden und Palästinenser wollten friedlich zusammenleben.

Er halte es privat ebenso. Der Grund und Boden gehöre doch allen Menschen. Die Lösung aller Probleme sei im friedlichen Zusammenleben begründet. Man müsse dem anderen einfach nur Respekt entgegenbringen.

Hollander erklärte, er habe viel von seinem Vater gelernt, der in Flossenbürg inhaftiert gewesen sei. "Er liebte die Menschen über alle Rassen hinaus. Jeder Mensch ist ein Mensch." Hollander habe selber Deutschland, vor allem die Oberpfalz, schon oft besucht und kenne die Verhältnisse auch hier in Deutschland.

Eingeladen hatte einmal mehr die Katholische Erwachsenenbildung unter Leitung von Peter Schönberger. Der Film spielte vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse im Nahen Osten. In seinem "Real-Life-Thriller", einer Dokumentation über eine jüdisch-palästinensische Freundschaft, stellte Nadav Schirman die Vorurteile über den andauernden Nahost-Konflikt in Frage.

Der mehrfach preisgekrönte Film war ein fesselndes Zeugnis über Terror, Verrat, die Unmöglichkeit der richtigen Entscheidung und einer Freundschaft, die alle Grenzen sprengte.
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