Ausbildungsstart für Rechtspflegeranwärter und angehende Justizfachwirte
Neues Sextett bei der Justiz

Sechs Auszubildende hieß die Weidener Justiz heuer willkommen. Der Nachwuchs wird allerdings in den ersten Monaten zunächst mal fern der Heimat Theorie büffeln. Bild: Otto
Weiden. (otr) Der 1. September war auch bei den Weidener Justizbehörden wieder ein markantes Datum. Susanne Gmeiner, Alina Sachs und Stefan Betz traten beim Amtsgericht Weiden den Dienst als Rechtspflegeranwärter an. Thomas Meisel, Dominic Höchtl und Verena Schobert begannen die Ausbildung zum Justizfachwirt. Nicht nur die Weidener Justiz als Ausbildungsbehörde genießt einen hervorragenden Ruf. Mit den in Weiden ausgebildeten Anwärtern, die nach erfolgreicher Prüfung zunächst einmal mit einem Einsatz im "Frankenland" rechnen müssen, haben die Nürnberger Justizbehörden schon immer einen guten Griff getan. Der weitere aufsichtsführende Richter Hubert Windisch als Vertreter des Amtsgerichtsdirektors und Rechtspflegedirektor Gerhard Alwang, seines Zeichens geschäftsleitender Beamter des Amtsgerichts, hießen die neuen Kollegen willkommen. Vor Richter Windisch legten die Anwärter den Diensteid ab. Nach dem formellen Teil machten sich die Anwärter gegenseitig bekannt und konnten dann bei einem Rundgang durch das Zentraljustizgebäude ihre ersten Kontakte zur Justiz knüpfen.

Groß einprägen mussten sie sich die neuen Eindrücke und vor allem die Örtlichkeiten aber nicht, denn der Start ins Berufsleben beginnt zunächst einmal "fern der Heimat" mit der Theorie. Die Justizfachwirte starten mit einem 14 Wochen dauernden Lehrgang an der bayerischen Justizakademie in Pegnitz, ehe sie dann in die berufspraktischen Ausbildungsabschnitte beim Amtsgericht, beim Landgericht und bei der Staatsanwaltschaft wechseln. Der insgesamt zweijährige Vorbereitungsdienst sieht noch drei weitere fachtheoretische Lehrgänge mit insgesamt 28 Wochen in Pegnitz vor.

Die Rechtspflegeranwärter durchlaufen einen dreijährigen Vorbereitungsdienst, verbunden mit einem Fachstudium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern - Fachbereich Rechtspflege - in Starnberg. Das 21 Monate dauernde Fachstudium wird durch zwei fachpraktische Abschnitte von jeweils sechseinhalb Monaten unterbrochen. Bis zur ersten eigenverantwortlichen Entscheidung wird es also noch ein langer Weg sein.
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