Ausstellung weckt Ehrgeiz

Noch ist kein Projekt aus Weiden bei der bayernweiten Ausstellung "Modellvorhaben im Städtebau" dabei. Doch das muss so nicht bleiben, betont Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm. Er besitzt durchaus den Ehrgeiz, Beispielhaftes zu schaffen. Etwa mit der Revitalisierung des Bahn-Betriebswerks.

Doch bis dahin wird noch viel Zeit vergehen. Viel näher ist die Eröffnung der Ausstellung, die die Oberste Baubehörde organisiert. Die Lokale Agenda 21, die Katholische Erwachsenen-Bildung (KEB) sowie die Stadt Weiden sorgen dafür, dass die 40 Beispiele ab Montag auch in Weiden zu sehen sind. Der Freistaat unterstützt die modellhaften städtebaulichen Planungen. Schwerpunkte sind die Herausforderungen einer zukunftsorientierten Ortsentwicklung sowie energieeffiziente, flächensparende und verkehrsvermeidende Siedlungskonzepte. Die Themen reichen zudem von interkommunaler Zusammenarbeit über innovative Bürgerbeteiligung bis hin zu Strategien zum Umgang mit dem demografischen Wandel.

Sie hoffe, dass die Ausstellung auch den Weidenern Impulse gebe, sagte Simone Schaller (Lokale Agenda 21). Bürger, Bauherren und Planer könnten sich durchaus "Ideen holen". Interessant sei auch der Vortrag am Dienstag, 27. Oktober, um 19 Uhr im Foyer des Neuen Rathauses, bei dem Klaus Breindl das Carsharing-Projekt in Vaterstetten vorstellt. Stadtplanung, so Schaller, habe auch sehr viel mit Verkehrsplanung zu tun. Vor wenigen Jahrzehnten noch wurden Städte autogerecht augebaut. Heute versuchten sie, "die Geister, die sie riefen", wieder loszuwerden. Hans Bräuer, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung in Weiden, sieht in der Ausstellung vor allem die Chance, dass in der Stadt ähnlich gute Projekte angepackt werden. Stadtrat Veit Wagner (Grüne), betonte - ebenfalls für die Agenda 21 - , dass die Ausstellung Projekte zeige, die für Weiden Anregung und Vorbild sein und "etwas auslösen" könnten. "Sie lassen uns träumen, was noch in Weiden entstehen könnte."

Bau- und Planungsdezernent Bohm dankte den beide Initiatoren, die sich um die Ausstellung bewarben. Eigentlich wäre dies Aufgabe der Stadt gewesen. "Aber wir haben sechs unbesetzte Planstellen im Bauamt. Irgendwann bildet sich das auch negativ ab." Bohm empfahl den Bürgern, die Ausstellung vom 19. Oktober bis 1. November zu besuchen. Sie biete viele Ideen und Anregungen für "urbane Dichte". Interessant seien die Beispiele "Einbindung von Gewässern ins Stadtbild" und "Revitalisierung von Brachflächen". "Dies sind unsere große Themen."
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