AW-Gelände: Geteiltes Leid

Die Altlasten werden älter und älter. Bereits 2005 startete die Stadt ein umfassendes Programm, um das verunreinigte Erdreich und Grundwasser auf dem ehemaligen AW-Gelände der Bundesbahn im Detail zu untersuchen. Über Phase 1 ging's jedoch nie hinaus: Die Bahn AG weigerte sich, dafür zu zahlen. Ein Gerichtsverfahren ruht seit fünf Jahren, nachdem die beiden Parteien über eine gütliche Einigung verhandelten. Dem Vergleichsvorschlag stimmte jetzt der Hauptverwaltungsausschuss zu: Stadt und Bahn teilen sich die Kosten von 100 000 Euro.

Für Reinhard Hese (SPD) wäre das "ein Schritt, um die Sache sauber zu lösen". Allerdings sei auch damit "kein Ende der Geschichte abzusehen". Rainer Sindersberger (Bürgerliste) stimmte zu. Er sprach von einem "Drama". Bisher 9 Millionen Euro habe die Stadt ins AW-Gelände gesteckt. Er warnte vor allzu viel Begeisterung, dass das Bahnbetriebsgelände zu haben sei. "Das dürfen wir nicht kaufen. Die Altlasten zu entsorgen, das möchte ich nicht schultern."
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.