AWO bricht Lanze für Flüchtlinge

Die Arbeiterwohlfahrt ist mit ihren Einrichtungen in der Region auch für die Flüchtlingshilfe gut aufgestellt. Das betonte ihr Kreisvorsitzender Martin Seibert bei der AWO Etzelwang-Neukirchen. Er warb dort um Verständnis und Engagement für die Probleme der Asylbewerber.

Es war zwar die Adventsfeier mit Ehrungen langjähriger Mitglieder im Gasthaus Glöckner, aber Seibert nutzte die Gelegenheit, um das brandaktuelle Thema in den Blick zu rücken. Er sparte Ängste und Sorgen vieler Bürger angesichts der riesigen Flüchtlingswelle nicht aus, hob aber hervor, dass diese Menschen nach erlittenen Kriegsängsten und den Strapazen ihrer Odysseen nach Deutschland auf Hilfe angewiesen seien. Der Kreis- und stellvertretende Bezirksvorsitzende erinnerte an das Dritte Reich, in dem viele Deutsche ebenso vor einer Gewaltherrschaft fliehen und auf die Aufnahme in fremden Ländern bauen mussten. Die Arbeiterwohlfahrt sei mit ihrem Angebot an Kinderkrippen, Schulen, Seniorenheimen und Betreutem Wohnen gut aufgestellt. Diese Vielfalt stellt laut Seibert hohe Anforderungen an das ehrenamtliche Personal, dem er in diesem Zusammenhang auch im Ortsverband Etzelwang-Neukirchen dankte.

Neukirchens Bürgermeister Winfried Franz würdigte die Arbeit des Ortsvorstands ebenso. Mit regelmäßigen Fahrten und verschiedenen Veranstaltungen bringe er Abwechslung ins Leben vor allem älterer Mitbürger. Mit Geschenken für die Funktionsträger und dem Wunsch nach einem wirkungsvollen Fortbestehen dieser Arbeit unterstrich er seine Anerkennung.

Hannelore Steger, Vorsitzende der Ortsgruppe, blendete auf eine Reihe hilfreicher Aktionen in diesem Jahr zurück. Überhaupt bildete die Adventsfeier den würdigen Rahmen für Rück- und Ausblick sowie Mitglieder-ehrungen.

Eine Urkunde für zehn Jahre AWO-Zugehörigkeit überreichte Martin Seibert zusammen mit Hannelore Steger an Dieter Zwanzig. Für 15 Jahre Treue erhielten Sigrid Rothgang, Olga Mück und Theresa Wissmüller Urkunden. Seit 20 Jahren ist Irmgard Popp dabei und bekam dieselbe Würdigung. Ehrennadeln zu den Dokumenten gab es für jeweils 25 Jahre für Katharina Wieczorek, Anna Brunner und Siglinde Greil.

Karin Bleisteiner traf mit einer Nachwuchsgruppe junger Musikerinnen den richtigen Ton für die feierliche Stimmung und forderte die Zuhörer zum Mitsingen auf. Als Nikolaus verkleidet, beschenkte Gerda Olk die Besucher. Außerdem bot die Adventsfeier Gelegenheit zum Austausch von Erinnerungen an Veranstaltungen zurückliegender Jahre.
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