"B-Movie: Lust & Sound" im Kino
Stadtgeschehen

Weiden. (blu) Westberlin der 1980er. Es ist die Metropole der Freaks, Hausbesetzer und Do-it-yourself-Künstler. Eingemauert im Ostblock entwickelte sich dort wie auf einer Insel eine einzigartige Subkultur. Die Protagonisten sind Musiker wie die Toten Hosen und Nick Cave, Künstler wie Martin Kippenberger oder auch die heroinabhängige Schriftstellerin Christiane F. Die sind auch die Hauptpersonen in dem Dokumentarfilm "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979 - 1989". Diesen zeigt das Neue-Welt-Kino am Donnerstag um 20 Uhr einmalig.

Die damaligen Chaoten sind heute Stars, und der Film zeigt sie beim Feiern in Szenebars, bei Kunstaktionen oder einfach beim wilden Leben. Die internationale Presse ist begeistert. "Irre unterhaltsame Doku, die Geist und Sound eines Jahrzehnts West-Berliner Subkultur prägnant transportiert", urteilt etwa die Hamburger Morgenpost. Der Film hatte seinen großen Auftritt auf der Berlinale und reist seitdem zu weiteren Filmfestivals rund um die Welt. Nun kommt er auch nach Weiden, am Freitag nach Amberg. Organisiert hat die Filmschau in der Oberpfalz ein Weidener, der auch im Film mitwirkt. Marius Weber spielte das Double von Mark Reeder, der alle wichtigen Leute der West-Berliner Subkultur kannte. Das Ticket zu diesem Trip durch die 1980er können morgen nun auch die Weidener lösen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/bmovie

Leute CSU-Stadtrat vermisst Respekt

Weiden. (rg) Mehr Respekt für den Oberbürgermeister forderte ein CSU-Stadtrat ein. Hans-Jürgen Gmeiner entschuldigte sich bei Kurt Seggewiß sogar für die "Entgleisung" eines Zuhörers. Der Mann war sitzengeblieben, als der OB zu Anfang der Stadtratssitzung Nichtöffentlichkeit herstellte. Hinter verschlossenen Türen sollten die Räte über rechtliche Angelegenheiten zur "Stadtgalerie" diskutieren. Allerdings weigerte sich besagter Zuhörer beharrlich, den Saal zu verlassen. Der Aufforderung kam er erst nach, als Seggewiß mit der Polizei drohte.

"Ich erwarte mehr Respekt", betonte Gmeiner später und bat Seggewiß um Pardon: "Das haben Sie nicht verdient." Weshalb sich ausgerechnet der CSU-Mann dazu bemüßigt fühlte, blieb unklar: Der rebellische Besucher gehört dem Vorstand der Bürgerliste an.
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