Bälle gehen sich aus dem Weg

Eine der ältesten der 87 im Landesverband Ostbayern zusammengeschlossenen Faschingsgesellschaften ist die Narrhalla, berichtete Regionalpräsident Arthur Troidl (Dritter von links). Stolz auf seine 184 Mitglieder zeigte sich Präsident Gerhard Ertl (Mitte). Bild: hcz

Fasching ist nach Ostern eigentlich kein Thema mehr. Nicht so bei der Weidener Narrhalla. Diese blickt schon mal weit voraus und wartet mit interessanten Neuigkeiten auf. So kehren die Weiber mit ihrem Fasching dem Haus der evangelischen Gemeinde den Rücken.

Neue Wege beschreitet die Narrhalla in der kommenden Faschingssession. Der Weiberfasching wird erstmals nicht im Haus der gemeinde stattfinden, sondern - organisiert von einem Frauenteam um die heurige Prinzessin Yasmina I. - in einer Disko. Und das alljährliche Ärgernis, dass Stadtball und Inthronisationsball am gleichen Tag stattfinden, wird es 2016 noch einmal geben. Aber zum letzten Mal. 2017, so haben es Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Narrhalla-Präsident Gerhard Ertl vereinbart, geht der Stadtball eine Woche später, nämlich am 14. Januar, über die Bühne.

Bei der Jahreshauptversammlung in der "Almhüttn" berichtete Ertl von den Aktivitäten der Faschingsgesellschaft. Das 80-jährige Gründungsjubiläum war 2014 gefeiert worden. Kinder- und Erwachsenen-Prinzenpaar hätten ihre Sache gut gemacht. Höhepunkte seien der große Kinderfasching in der Mehrzweckhalle, das Kindergardetreffen, der Weiberfasching und der Lumpenball gewesen. Besonderen Dank sprach Ertl dem Ehrenpräsidenten Xaver Schreiber aus, dem Vizepräsidenten Ossi Woppmann, sowie Finanzminister Matthias Stumpf.

Bald neues Prinzenpaar

Woppmann freute sich, dass die jüngere Generation sich immer mehr in den organisatorischen Ablauf einbringe. Heuer werde erstmals über ein Wochenende in ein Trainingslager gefahren. Die ständig steigenden Zahlen der Neumitglieder bewiesen die gute Arbeit der Trainerinnen. 20 kleine Tänzerinnen zähle jetzt die Kindergarde, die vor wenigen Tagen erstmals für die neue Saison trainiert habe. Zuversichtlich zeigte er sich, dass bald ein neues Prinzenpaar gefunden werden könne. Finanzminister Stumpf meldete, dass die Faschingsgesellschaft schuldenfrei ist, was die Kassenprüfer Helmut Schwägerl und Alois Schinabeck freute.

2016 kurzer Fasching

Für 2016 habe man sich für kein Gardetreffen des Landesverbands beworben, weil es ein extrem kurzer Fasching sei, berichtete Präsident Ertl. Regionalpräsident Arthur Troidl lobte die Weidener, dass sie heuer das Oberpfälzer Kindergardetreffen organisiert hatten. Leider fänden sich immer weniger unter den 87 ostbayrischen, die diese Verantwortung übernehmen wollten.

Die Garden seien "eine Augenweide", stellte Stadtrat Alois Lukas (CSU) fest, der die Grüße des Oberbürgermeisters und der anwesenden Stadträtin Steffi Sperrer überbrachte. "Bleibt's weiter am Ball", ermunterte Stadtrat Reinhold Wildenauer für die Bürgerliste die Narren. Beifall erhielt Heimatring-Vize Norbert Uschald für sein Bekenntnis, dass er mit seiner Gattin stets den Inthro-Ball und nicht den Stadtball besuche.
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