Barbara Klepsch ist Sozialministerin
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Als Oberbürgermeisterin der Weidener Partnerstadt Annaberg-Buchholz war Barbara Klepsch (CDU) unangefochten. Als "die Aufsteigerin der Jahres" saß sie am Freitag erstmals im Kabinett von Ministerpräsident Stanislaw Tillich: Barbara Klepsch, die oft und gern in Weiden war, ist die neue sächsische Sozialministerin.

"Wir freuen uns riesig für sie. Sie hat diese Berufung zweifellos verdient", betont am Sonntag Bürgermeister Jens Meyer, der Oberbürgermeister Kurt Seggewiß vertritt. "Wir haben sie zwar als unsere Ansprechpartnerin im Annaberger Rathaus verloren. Wir freuen uns aber auch darauf, sie als sächsische Sozialministerin wieder zu sehen."

Die Stadt Weiden wünsche sich, so Meyer, dass ihr Nachfolger im Amt in Annaberg diese wunderbare Städtepartnerschaft genauso intensiv weiter pflegt, wie es Barbara Klepsch getan habe.

Für Bürgermeister Lothar Höher (CSU) ist die Berufung der "tüchtigen Oberbürgermeisterin" ins sächsische Kabinett "keine Überraschung". So habe Ministerpräsident Tillich immer wieder anklingen lassen, dass Klepsch "ministeriabel" sei. Sie wurde schon 2007 als Sozialministerin gehandelt. Sie blieb aber standhaft in Annaberg. Tillich sei der Weidener Partnerstadt sehr zugetan, betont Höher, der selbst an einigen Treffen teilnehmen konnte.

Die 49-jährige Verwaltungs-Betriebswirtin leitete von 1988 bis 1993 die Kliniken in der Partnerstadt, danach war sie bis 2001 Stadtkämmerin und seitdem Oberbürgermeisterin, zuletzt, im Jahr 2008, mit 98,5 Prozent wiedergewählt.

In Annaberg sollen nun vorgezogene OB-Wahlen stattfinden. Die hat die Weidener Partnerstadt Marienbad bereits vor einer Woche hinter sich gebracht. OB Zdenek Kral hatte nicht mehr kandidiert. Nach den Sondierungsgesprächen gilt der erst 29-jährige Architekt und Schlagzeuger Vojtech Franta (parteilos, Liste der Piraten) als Nachfolger von Zdenek Kral. Der Oberbürgermeister wird am Mittwoch vom Marienbader Stadtrat gewählt.
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