Barocke Pracht ohne Gegenlicht
Hintergrund

Vilseck. (rha) Die 1412 im gotischen Stil erbaute Kirche St. Ägidius hatte einen gotischen, niedrigen Hauptaltar und Fenster aus dieser Zeit. Drei davon, die sich hinter dem Altar befanden, wurden nach dem Neubau des barocken Langhauses und der Errichtung eines neuen Hochaltars im 18. Jahrhundert zugemauert. Die damaligen Baumeister wollten für den Altar eine weiße Rückwand, Licht nur von der Seite und vor allem kein Gegenlicht. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zwei der drei vermauerten Fenster wieder geöffnet. Bei der Fassadensanierung vor rund 15 Jahren wurden sie auf Anregung des damaligen Referenten des Landesamts für Denkmalpflege wieder verschlossen. Man war der Ansicht, dass der barocke Hochaltar in seiner vollen Pracht das wichtigste im Chorraum sei und kein Gegenlicht haben dürfe.

Fachbauleiterin Gabi Landskron erklärte, dass auch jetzt die Denkmalpflege der Ansicht sei, die Fenster sollten weiterhin verschlossen bleiben. In den nächsten Wochen wird der Hochaltar gründlich gereinigt. Abgenommen werde der im 19. Jahrhundert auf dem Altar aufgebrachte verbräunte Firnisüberzug. Die restlichen Arbeiten, die Restaurierung von Altären, Figuren und Leinwandgemälden, besonders im Bereich der verbrannten Kanzel, werden noch dauern.
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