Bau- und Planungsausschuss verweigert Vorbescheid für Wohnhaus mit vier Vollgeschossen in ...
Kein "Klein-Manhattan" in Rothenstadt

Dieser Investor will hoch hinaus. Er plant für das ererbte Areal an der Unteren Hauptstraße in Rothenstadt ein Wohnhaus mit vier Vollgeschossen. Und dafür forderte er vom Bau- und Planungsausschuss einen positiven Vorbescheid. Allerdings unterstützten nur Stefan Rank und Reinhold Wildenauer (beide Bürgerliste) diesen Antrag.

Ungewohnt deutlich äußerte sich Veit Wagner (Grüne). "Hier ist die Idee, dass Klein-Manhattan in Rothenstadt entstehen soll." Er bestätigte damit die Ansicht von Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm, der daran erinnerte , dass der Bebauungsplan nur zwei Vollgeschosse vorsehe. Dem Investor seien in einer Befreiung bereits drei Vollgeschosse in Aussicht gestellt. "Der will die Befreiung von der Befreiung." Stefan Rank argumentierte, der neue Wohnraum werde gebraucht. Bäcker, Metzger und der Einzelhandel seien auf diese zusätzlichen Konsumenten in Weiden-Süd angewiesen. Die Wohnungen seien barrierefrei, teilweise sogar behindertengerecht. Die Autos würden in der Tiefgarage verschwinden. "Wer das nicht positiv sieht, nimmt die Schwächung des Ortskerns in Kauf", sagte Rank. Mit dem vierten, zurückgesetzten Geschoss reduziere sich die Gebäudehöhe an der Straße sogar um einen Meter.

"Ich weiß nicht, wann Sie zuletzt in Rothenstadt waren", widersprach Markus Bäumler (CSU). Im Ortsteil jammere niemand. Es gebe keinen Bevölkerungsverlust. Das Vorhaben sei jedoch überdimensioniert, sprenge jede Proportion. "Diesen Klotz in der Ortsmitte? Mit mir nicht!"

Drei Vollgeschosse seien gerade noch verkraftbar, stellte Alois Lukas (CSU) fest. "Wir haben dem Bauwerber alles gegeben, was möglich ist", betonte Hildegard Burger (SPD). Beunruhigt zeigte sich Alois Schinabeck (SPD): "Wer garantiert uns, dass wir in vier Wochen nicht einen Antrag auf fünf Geschosse haben?"
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