Bauamtsleiter Henner Wasmuth: Kein Weg zur Schreml-Variante

Auf Bitten des NT rechnete Henner Wasmuth, Leiter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, die Baukosten für die Schreml-Variante. Er legte dabei die derzeit gängigen Sätze zu Grunde. Für eine Großbrücke, die mit Leergerüst gebaut werden könnte, müssten 2000 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden, berichtet der Leitende Baudirektor.

Auf der Brücke gäbe es eine Fahrbahnbreite von 8,50 Metern zuzüglich zweimal 2 Meter Kappen mit Notgehweg, Schutzplanke und Geländer, so dass sich eine Breite von 12,5 Metern errechnet. Die Kosten für den Schreml-Vorschlag liegen damit bei 45 Millionen Euro (1800 Meter x 12,5 Meter x 2000 Euro pro Quadratmeter).

Das Staatliche Bauamt hat in seiner "konventionellen" Ausbauplanung die zu erwartenden Kosten auf 7,4 Millionen Euro geschätzt. Das Nutzen/Kostenverhältnis liege bei 2,8. Die Maßnahme sei damit grundsätzlich bauwürdig, erläutert Wasmuth und sei damit auch in der Reserve Eins des Staatlichen Ausbauprogramm2 ab 2021 eingeplant.

"Bei Ausbaukosten von rund 20 Millionen Euro liegt das Nutzen-Kostenverhältnis hingegen nur noch bei 1. Und dürfte nach Haushaltsrecht gerade noch so gebaut werden. In Wirklichkeit aber wohl nicht." Zur teuren Schreml-Variante führe wohl kein Weg. (wd)
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