Bauausschuss wägt die Einwände zum Bebauungsplanentwurf ab - Schallschutzfenster in Sedanstraße ...
Stadtgalerie: Ehrenrunde kürzer als befürchtet

Und weiter geht's mit den Vorbereitungen für die Stadtgalerie. Der Bebauungsplan, Voraussetzung für die Baugenehmigung, muss zwar in die Ehrenrunde. Aber dies wirbelt den Zeitplan nicht wesentlich durcheinander. Die Auslegungsfrist kann auf 14 Tage verkürzt werden. Damit wäre eine erneute Abwägung sowie der Satzungsbeschluss noch vor der Sommerpause möglich.

Voraussetzung für den weiteren reibungslosen Verlauf ist allerdings, dass die Einwender mit der Abwägung, die am Mittwoch im Bauausschuss vorgenommen wurde, auch zufrieden sind. Daher versucht die Stadt, die Einwände und Anregungen penibel zu berücksichtigen. Die Abwägungstabelle ist inzwischen zu einem Buch geworden, das stattliche 71 Seiten umfasst. Baudezernent Hansjörg Bohm sprach deshalb auch vom umfangreichsten Verfahren, das er während seiner langjährigen Dienstzeit betreute.

Einige der bis zum 8. Mai eingegangenen Einwände seien "sehr qualifiziert", betonte Bohm. Bettina Gerlach vom Münchener Büro Dragomir, die das Bebauungsplanverfahren betreut, stellte einige Themen vor. Das Gutachten zur Lufthygiene von Müller-BBM (vom März 2015) ist inzwischen "verfeinert". Ergebnis: Im Planungsgebiet werden die Richtwerte eingehalten. Das erhöhte Verkehrsaufkommen führt zu mehr Lärm. Die Geschwindigkeit im Umfeld der Stadtgalerie beschränkt die Stadt zwar auf 30 "Sachen": aus Sicherheitsgründen. Zum Lärmschutz darf sie es nicht. Fondara sagt den Bewohnern in der Sedanstraße Schallschutzfenster für genehmigte Aufenthaltsräume zu.

Dachaufbauten auf der Stadtgalerie müssen von der Traufe zurückweichen, einige Ausnahmen - wie Aufzugsüberfahrten und Schächte, die bündig mit der Außenwand sein müssen - werden zugelassen und im Bebauungsplanentwurf zeichnerisch festgehalten. Den Anliegern wird das Recht eingeräumt, an sämtlichen Grundstücksgrenzen anzubauen, sofern dies durch die Festsetzung von Baulinien sowie Baugrenzen nicht eingeschränkt wird. Nachbarn in der Mohrenstraße sollen künftig bis an die eigentliche Grundstücksgrenze heranbauen dürfen. Gehsteig und Parkplätze wären dann nicht mehr nutzbar.

Vereinbarungen über Verkaufsflächen (Obergrenzen) sowie über deren Aufteilung (Einzelhandel/Gastronomie) sind nicht Bestandteil des Bebauungsplanes, sondern einer städtebaulichen Vereinbarung, die wiederum Bestandteil für eine Baugenehmigung ist.
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