Bauhof: Weidener lassen seit Jahren immer weniger Gehölze abtransportieren - Spätere Abholung ...
Christbäume: Auf absteigendem Ast

Der Trend ist eindeutig: Seit Jahren sinkt die Zahl der Christbäume, die Mitarbeiter von Bauhof und Stadtgärtnerei nach dem Fest von den Straßen abholen. 6000 Bäume werden es in diesem Jahr sein, schätzt Bauhofleiter Manfred Meßner. In den 1990er Jahren seien es noch doppelt so viele gewesen. Entweder haben die Weidener andere Entsorgungswege gefunden. Oder aber immer mehr von ihnen verzichten in der Weihnachtszeit auf die grünen Begleiter.

Doch auch mit den verbliebenen Gehölzen, die in einem Biomasseheizkraftwerk landen und dann nach emotionaler Wärme zum Fest wenigstens noch Energie spenden, haben die Mitarbeiter eine Menge zu tun. Am 7. Januar sollten die Bürger Bäume und Äste für den Abtransport sichtbar am Straßenrand deponieren. Seither ist der Bauhof mit einem Müllfahrzeug und einem Kleinlaster unterwegs. Zunächst in der Innenstadt und in Weiden-Ost. Derzeit am Hammerweg. Bis Ende der Woche soll das gesamte Stadtgebiet durchforstet sein.

Klagen über Wartezeiten

Bis dahin liegen freilich einige der Bäume ein paar Tage auf der Straße. Was manche Leser ärgerte, die pünktlich am 7. Januar ihr Grüngut ablegten und dann warteten. Das lässt sich offenbar nur schwer verhindern. Der Bauhof denkt aber über eine Änderung im kommenden Jahr nach. Eine Idee sei, dann Abholtermine für die einzelnen Stadtteile bekanntzugeben und so die Wartezeiten zu verkürzen, sagt Meßner. Das sei einen Versuch wert. Außerdem weist er darauf hin, dass natürlich auch jeder selbst seinen Baum bei den Wertstoffhöfen abgeben könne.

Überhaupt: So etwas auf den ersten Blick Eindeutiges wie die Baum-Abholung ist nach Meßners Worten in Wahrheit eine regelrechte Kunst. "Man kann es keinem recht machen." Vor allem der richtige Zeitpunkt sei schwer zu finden. Da gebe es einerseits die Bürger, die schon vor Silvester anrufen und ihre Bäume loswerden wollten. Andererseits seien da aber auch einige, die ihren Christbaum am liebsten bis Anfang Februar, zum Ende der kirchlichen Weihnachtszeit an Maria Lichtmess, behalten.

"Wir müssen aber irgendwann anfangen." Also fällt die Wahl auf die Tage nach Heilige Drei Könige. Da seien auch die Menschen, die nach Weihnachten in den Urlaub gefahren sind, meist wieder zu Hause - und hätten noch Zeit, die Bäume abzuhängen. Auch darauf nehme der Bauhof nämlich Rücksicht. Eine Kunst, in der Tat.

"Anruf genügt"

Ach ja. Auch alle, die ihren Baum noch nicht an die Straße gestellt haben, müssen nicht darauf sitzen bleiben. In Einzelfällen "holen wir Christbäume auch noch bis Anfang Februar ab - Anruf genügt", verspricht Meßner (Infos unter Nummer 0961/390 19 13). Und auch sonst würden die Kollegen die Gehölze aufladen, sollten sie in den kommenden Wochen welche am Straßenrand entdecken. Soll heißen: Ein paar Tage Warten muss vielleicht sein, dafür gibt's Vollservice. Nadel verpflichtet eben.
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