Bauhof will Geld sparen und präsentiert Vorschläge
Geschenkte Walze verkaufen

Die Diskussion um die geschenkte Walze am Bauhof, die im Unterhalt dennoch Kosten verursacht, findet SPD-Fraktionschef Roland Richter schon "ziemlich ausgewalzt". Und doch tuckerte auch sie wieder durch die Diskussion im Finanzausschuss: Das Gremium ließ den Maschinenpark des Bauhofs auf Sparpotenziale hin abklopfen. Mit Erfolg. Leiter Manfred Meßner präsentierte konkrete Vorschläge.

So sollen zwei Kleintraktoren stillgelegt werden, wenn die Stadt im Gegenzug ein Neufahrzeug anschafft. Der Bauhof-Chef regt ferner den Verkauf eines Radladers und eben der ominösen neuen Straßenwalze an, welche eine Firma gegen ein altes Gerät getauscht hatte. Alternativ könnte sie auch vermietet werden. Vierter und letzter Vorschlag: Zwei Kehrmaschinen im Schichtbetrieb könnten den Ausfall einer dritten auffangen.

Aufgaben definieren

"Wir sind sehr gut ausgestattet am Bauhof", befand Richter. "So soll's aber auch sein, weil die Aufgaben ja nicht gering sind." Diese soll nun die Politik definieren - und danach sei dann der Fuhrpark auszurichten, sagte der Genosse. Die vier Spar-Vorschläge fänden einstweilen "durchaus Zustimmung". Zunächst allerdings nicht bei CSU-Fraktionsvorsitzendem Wolfgang Pausch: "Eine Walze, die wir geschenkt bekommen haben, zu veräußern - das ist nicht der richtige Weg", meinte er. Aus CSU-Sicht sei generell "schwer auf etwas zu verzichten": "Wir können nicht Personal und Maschinen reduzieren, weil die Arbeit am Ende ja doch getan werden muss." Allenfalls über einen Verleih im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit könnte man nachdenken.

Auch Norbert Freundorfer (SPD) warnte: "Die Geräteausstattung hat Auswirkungen auf die Motivation der Mitarbeiter." Durch beispielsweise den Verkauf der Walze "würden wir nichts sparen". Widerspruch aus der eigenen Fraktion: "Wenn sich der Bauhof selbst optimiert, dann sollten wir ihn auch unterstützen", betonte Florian Graf. In diesem Sinne argumentierte auch OB Kurt Seggewiß. Am Ende gab es keine Einwände gegen den Verwaltungsbericht.
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