"Bayern bleibt christlich"

Prost! Auf einen feucht-fröhlichen Bockzoiglabend bei der CSU Neunkirchen stieß Schirmherr Stephan Gollwitzer (stehend, links) mit den Gästen an. Hans Dotzler (hinten, Mitte) sorgte mit dem Akkordeon für Stimmung. Bild: R. Kreuzer

Was wäre Bayern ohne seine christlichen Bräuche, ohne Herrgottswinkel und Gipfelkreuze? Parteichef Stephan Gollwitzer verspricht: "Mit der CSU bleibt Bayern ein christlich geprägtes Land."

Werte und Traditionen lägen ihm am Herzen, versicherte CSU-Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer. Daher hatte er die Schirmherrschaft über den Bockzoiglausschank im evangelischen Gemeindehaus Neunkirchen gerne übernommen. In der Rede schilderte er den Freistaat als christlich geprägtes Land. Bayern und der christliche Glaube gehörten seit der Römerzeit zusammen. Gollwitzer beleuchtete Bräuche wie Pfingst-, Leonhardi- und Georgiritt sowie Osterbrunnen, Kirchweih und Martinsgans. "Wir richten unser Leben auch zukünftig nach dem christlichen Kalender aus und feiern Weihnachten, Ostern, Pfingsten und machen auch mit den Kindern einen Sankt-Martins-Umzug."

Für Dialog der Kulturen

Die CSU orientiere sich am christlichen Menschenbild, am christlichen Sittengesetz und der christlichen Soziallehre. "Aber wir sind auch für den Dialog der Kulturen. Das heißt nicht, dass wir uns auf halben Weg in der Mitte treffen. Bayern bleibt christlich. Dazu gehören Brauchtum und Sitte und: das Zoigl." Weitere Themen waren der Mindestlohn, zu dem auch die CSU stehe - "jedoch nur zu einem Mindestlohn mit einem Mindestmaß an Vernunft in der praktischen Umsetzung". So schnell wie möglich brauche es eine Überprüfung, erklärte der Kreisvorsitzende daher: "Arbeitsplatzvernichtung und Bürokratiewahnsinn waren im Koalitionsvertrag nicht vereinbart." Die CSU werde sich für eine Regionalisierung der Erbschaftssteuer einsetzen. Die jüngsten Vorschläge gingen noch mit keinem Wort auf die Forderung der Partei ein, die Regelung der Erbschaftssteuer den Ländern zu übertragen.

CSU-Ortsvorsitzender Norbert Uschald dankte dem Redner und erheiterte mit Anmerkungen zu den Merkmalen des Zoiglbiers. Mit einem Trinkspruch lockte er die Gäste zu einer ersten Probe des Bockzoigls: "Ach, was tut es mir so weh, wenn ich in meinem Zoiglglas den Boden seh." Politische Witze hatte Uschald für seine Gäste auch noch auf Lager. Dazu spielte Hans Dotzler auf dem Akkordeon. Zum Zoigl gab es Griebenfettbrote, Fisch- und Lachssemmeln sowie Käse mit Brezen. Unter die Gäste mischten sich Bürgermeister Lothar Höher, Fraktionschef Wolfgang Pausch, für die JU Maria Sponsel, Stadträte der CSU und auch aus Reihen von SPD und Grünen sowie Herbert Tischler vom Stadtverband.

Uschald wies auf das Starkbierfest der CSU Weiden-West hin. Es steigt am Samstag, 28. Februar, um 18 Uhr im Pfarrheim.
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