Befreit hinter Gittern
Angemerkt

Einzig tröstlich: Übereinstimmend versichern alle Psychiater, dass ihnen ein derart schwer kranker Patient noch nie in ihrer Laufbahn untergekommen ist. Und das Gericht hat ein halbes Dutzend Meinungen gehört: Psychiater mehrerer Kliniken, dazu den Landgerichtsarzt. Den 53-Jährigen quälen Halluzinationen. Seit Jahrzehnten. Schreckliche Stimmen fordern ihn auf, Mitpatienten und Pfleger zu töten. Menschen, mit denen er ja eigentlich auskommt. Seine Krankheit ist unheilbar. Er hat sich sogar einer Elektroschocktherapie unterzogen, um das Böse loszuwerden. Der Mann leidet zutiefst und sehnt sein eigenes Ende herbei.

Seit der Unterbringung in der forensisch-psychiatrischen Klinik in Straubing ist nichts mehr passiert. "Wir lassen ihn keine Sekunde aus den Augen", erklärt die leitende Ärztin. Das beruhige den Mann enorm. So paradox es klingt: Vor diesem Hintergrund ist die Einweisung in die Forensik Straubing - ein Leben hinter Gittern wie in einem Gefängnis - eine Befreiung.



Stadtgeschehen Wo genau verläuft die Monstertrasse?

Weiden. (wd) Ein Bürgergespräch der besonderen Art planen CSU und Junge Union Rothenstadt am Freitagabend. Sie laden um 19 Uhr zum "Bankerl" auf dem Naabberg. Doch gemütlich wird es für Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) bei diesem Bürgergespräch in Weiden-Süd deshalb sicherlich noch lange nicht.

Zunächst wird der momentane Verlauf der bereits "landschaftsprägenden" Stromleitungen in Augenschein genommen. Dann erfolgt der Ortswechsel. Ab etwa 20 Uhr soll Rupprecht im Biergarten des "Salute" den künftigen Trassenverlauf der geplanten neuen Stromleitung im Bereich des Ortsteils Rothenstadt erläutern und sich den Fragen der Rothenstädter und Ullersrichter stellen.

Schon jetzt ist klar, dass sich die Begeisterung der Rothenstädter über die neuen Belastungen durch die Monstertrasse in engen Grenzen hält.

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Kreisseite Leben im Kirchturm

Karl Kett aus Floß ist im Kirchturm der Pfarrkirche St. Johannes Baptista geboren und aufgewachsen. Auch mit 90 Jahren geht er die rund 50 Stufen noch hinauf und erinnert sich an seine Kindheit. (Seite 32)
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