Behindertengerechte Toiletten bei Begehung der SPD-Stadtmitte angemahnt
Barrierefrei aufs Örtchen

Am ZOB gibt es lediglich ein Behinderten-WC, das barrierefrei ist und ebenerdig liegt. Dafür ist allerdings ein Schlüssel nötig, der bei der Stadt beantragt werden muss. Rollstuhl- und Rollatorfahrer sowie Gehbehinderte, die nicht über diesen Schlüssel verfügen, schaffen aber die Treppen ins Untergeschoss zu den anderen öffentlichen Toiletten nicht, stellten die Teilnehmer der Ortsbegehung bei der SPD-Stadtmitte fest. Bild: Dobmeier
Weiden. (rdo) Die Tatsache wann und wo Passanten Toiletten vorfinden, beeinflusse auch die Attraktivität einer Einkaufsstadt. Alte und neue Themen standen auf der Agenda der SPD-Stadtmitte, die laut Ortsvorsitzendem Wolfgang Göldner den Innenstadtbereich bis zum Stadtteil Moosbürg betreut.

Mit Blick auf die geplante Stadtgalerie und die gesamte Innenstadt bezeichnete Ronald Wesche den Bedarf an barrierefreien Zugängen zu öffentlichen WC-Anlagen als sehr wichtig. Sowohl am ZOB als auch am Unteren Markt führe der Weg zu den öffentlich zugänglichen Toilettenanlagen über Treppen nach unten. Diese seien überdies nicht einsehbar. Dabei gebe es immer mehr ältere Menschen oder auch Personen, die an Inkontinenz leiden. Nicht jeder verfüge über einen Schlüssel für die ebenerdigen Behinderten-WC-Anlagen am ZOB und am Alten Rathaus. Viele Städte hätten dieses Problem durch Pachttoiletten gelöst, die gegen Gebühr von privaten Firmen aufgestellt und gereinigt würden. Denkbar sei hier auch eine Rückerstattung von 50 Cent pro Einkaufsbonus bei 70 Cent Gesamtgebühr.

Als Rollatorfahrer und Anwohner beklagte Georg Roland das nach seinen Worten ausgekehrte Pflaster im Bereich Hinterm Zwinger. Er wäre schon zufrieden, wenn wenigstens die Fugen aufgefüllt wären, sagte er. Angesprochen wurde auch die behindertengerechte Anbindung aller Gleise am Weidener Bahnhof, so dass sie für Rollstuhlfahrer jederzeit zugänglich wären.

Zebrastreifen angeregt

In Baugebieten, die in den 1970er Jahren entstanden, sollte die ÖPNV-Anbindung ausreichend sein, da die Anwohner nun häufig im Seniorenalter seien. Bei der Bushaltestelle am Maria-Seltmann-Haus wäre eine Querungshilfe hilfreich, hieß es, um Senioren, Hort- und Kindergartenkindern den Überweg zu sichern.
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