Bei Ärger mit Verträgen, Spam und der Heizung hilft die Verbraucherzentrale
Beratung schont den Geldbeutel

Wenn Nutzer sich ärgern, helfen Elisabeth Graml und Stefan Kurz. Bild: blu
Immer wieder neue Fragen, Maschen und Ärgernisse kommen auf die Verbraucherschützer zu, weiß Elisabeth Graml von der Verbraucherzentrale. Eine dieser Abzockmaschen seien E-Mails mit gefälschten Rechnungen namhafter Unternehmen: "Wer hier nicht hellwach ist und solche Mails sofort löscht, kann sich Schadsoftware auf den Rechner holen", warnt sie. Auch wer Ärger beim Wechsel von Telekommunikationsanbietern hat, sucht häufig die Beratungsstelle in der Herzogstraße in Weiden auf. Mit Recht.

Denn hier werden alle Fragen zum privaten Konsum, also zu Kaufverträgen, Handwerkerleistungen, Reiserecht, Energieberatung beantwortet. Die Beratungsstelle in Weiden verbuchte allein vergangenes Jahr 1800 Beratungen und Auskünfte. Vor allem Fragen zur Finanzen, Versicherung und Altersvorsorge beantworteten die Verbraucherschützer, erklärte Graml bei der Jahrespressekonferenz.

Der Schlüssel bei den Beratungen sei die Hilfe zur Selbsthilfe. Das Ziel sei, Verbraucher fit zu machen. Zum Beispiel, dass sie ihre Altersvorsorge selbst aufbauen können. Wie Verbraucher Strom und Heizenergie einsparen können, ist weiter ein Dauerbrenner. Für solche Fragen steht Energieberater Stefan Kurz am Telefon, in der Beratungsstelle aber auch vor Ort am Gebäude bereit. Da seine Beratung staatlich gefördert ist, kann er Energie-Checks zum günstigen Preis anbieten. Schon bei der Heizkostenabrechnung könne viel eingespart werden. "Viele Abrechnungen sind fehlerhaft", sagt Kurz.

Vor Ort kann er dann etwa Stromfresser feststellen und Brennwerte richtig einstellen. "Man kann auch ohne große Investitionen viel einsparen. Da reicht es oft schon, wenn man sein Nutzerverhalten ändert", rät der Sachverständige. Oft wollen Leute auch wissen, ob sich eine Außendämmung, ein Fenstertausch oder eine neue Heizanlage rentiere. 190 Energiechecks vor Ort hat Kurz in der gesamten Nordoberpfalz durchgeführt, Nachfrage steigend. Eine Energieberatung nütze eben nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel.

Apropos: Die Beratung zum neuen Rundfunkbeitrag ist übrigens kostenlos - und wurde ebenfalls gut genutzt: "Häufig ging es hier um die Frage, wer Anspruch auf Befreiung oder Ermäßigung hat", sagte Graml.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.