Beim Kinderhaus Rechnen gelernt

Starke Mauern: "Tohuwabohu", das "Haus für Kinder", steht wieder auf einem soliden Fundament. Ein Trägerwechsel ist ebenso abgehakt wie der Ersatz der Frischküche durch ein Catering-Unternehmen. Bild: Hartl

Auslastung gesteigert, Fachkraftstunden gestrichen, Kosten gesenkt. Das Kinderhaus "Tohuwabohu" ist "in der Spur". Im Finanzausschuss würdigten die Stadträte die Bemühungen, das Defizit zu senken. Sie sehen keine Notwendigkeit, aber auch keine Möglichkeit, weiter an der Sparschraube zu drehen.

Schon um das bisher Erreichte zu sichern, ist eine Elternspende nötig. Die probeweise Vergabe der Verpflegung an ein Catering-Unternehmen enttäuschte sowohl von den Kosten als auch durch die Qualität der Speisen. Mit der Erhöhung des Essensgeldes und der Spende von Norbert Samhammer ist ein nahezu kostendeckender Betrieb der eigenen Frischküche möglich. Allerdings wurde das Personal stark ausgedünnt (nur noch eine Hauswirtschafterin). Die Anzahl der Schließtage erhöhte sich von 26 auf 29. Ab September 2015 ist das Tohuwabohu sogar an 30 Tagen geschlossen, was bei den Eltern nicht gerade für Freude sorgen dürfte.

Zusammenfassend stellten die Stadträte fest, dass nicht nur die Vorschläge des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes, sondern weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Defizits umgesetzt wurden. 2015 soll es nur noch 5000 Euro betragen (2014: 147 000 Euro; 2013: gar 255 000 Euro).

Bei Stellenbemessung und Personaleinsatz seien die Erfordernisse der Haushaltskonsolidierung erfüllt, betonte Kämmerin Cornelia Taubmann. "Weitere Maßnahmen sind nicht nötig." Endgültig vom Tisch ist damit auch der vom Kommunalen Prüfungsverband angestoßene Trägerwechsel.

Nur der Regionalverband Ostbayern der Johanniter-Unfall-Hilfe hatte Interesse. Er bestand auf einer Defizit-Vereinbarung, wollte aber das im Unterhalt aufwendige Gebäude nicht übernehmen, in dem auch Reparaturen anstehen.
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