Beleidigende Behauptungen
Briefe an die Redaktion

Auf den Leserbrief "Zweierlei Maß in Bahnhofstraße?" von Michael Duschner im NT vom 3. Juni reagiert die Stadt:

Beim Thema Nutzung der Alten Hauptpost als Herberge für Asylbewerber gibt es zweifellos kontroverse Standpunkte und Sichtweisen. Jedoch werden in dem Leserbrief sehr einseitig Dinge aus dem Zusammenhang gerissen und unrichtig dargestellt.

So ist es unrichtig, zu behaupten, die Stadt würde sich um die Kinder der Asylbewerber kümmern, jedoch um die Weidener Kinder nicht. Die Sorgfaltspflicht den Weidener Kindern gegenüber wird in Frage gestellt.

Richtig ist, dass sich die Stadt mit ihren Einrichtungen, Schulen und diversen Initiativen intensiv um die Kinder und Jugendlichen in Weiden kümmert. Die Stadt hat hierfür unter anderem die Informationsbroschüre "Familie im Mittelpunkt" neu aufgelegt, die demnächst vorgestellt wird.

Danach wird in dem Brief die Brücke geschlagen zu dem imageschädigenden und gefährlichen Ambiente im Bereich der Bahnhofstraße, hervorgerufen durch zahlreiche Spielhallen, die in einem Atemzug mit Kleinkriminalität und Drogenhandel assoziiert werden. Ferner wird sowohl Anwohnern als auch der Stadt kleinkariertes Denken unterstellt. Man verschließe sich dem Vorhaben Kabakulaks, weil der eine oder andere nichts daran verdient.

Diese Behauptungen sind ebenso unwahr wie beleidigend, stellen sie doch die Arbeit der Verantwortlichen in der Stadt in ein völlig falsches Licht. Richtig ist, dass im Bau- und Planungsausschuss vom 26. 3. 2015 die Gründe für die Versagung der Genehmigung einer Unterbringung von Asylbewerbern im Gebäude der Alten Hauptpost dezidiert und schlüssig dargelegt worden sind. Man hat dabei vorausschauend und absolut sachlich die zweifellos vorhandenen Defizite dargelegt, die eine Unterbringung von Asylbewerbern in der Alten Post sowohl für die Asylbewerber als auch für das Umfeld als ungeeignet erscheinen lassen.

Eine solche Nutzung ist nicht vereinbar mit den Zielen, die mit dem Stadtumbau verfolgt werden und die diesen Stadtteil langfristig und nachhaltig aufwerten sollen. Der Zusammenhang mit möglichen pekuniären Interessen ist völlig aus der Luft gegriffen.

Norbert SchmieglitzSprecher der Stadt Weiden

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