Berliner spendieren Sonde

Wieder einmal wird ein Beweis dafür geliefert, dass die OTH in Weiden von der Wirtschaft als wichtiger Partner gesehen wird. Die Liste der Betriebe, die Verbindung zur Hochschule und zum Technologiecampus aufnehmen wollen, wird immer länger. Besonders gefragt ist Medizintechnik.

(sbü) Die technische Ausstattung des Bereichs Medizintechnik an der OTH ist nun noch ein Stück perfekter geworden. Für die Ausbildung der Studenten steht ab sofort das System "Crystal Probe" zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Sonde, mit der die Ausbreitung von Metastasen im Körper eines Menschen untersucht werden kann. Die Firma Crystal Photonics aus Berlin überreichte das Gerät als Spende an Wissenschaftler und Studenten.

Test an "Phantomkörpern"

"Wir sind an einer langfristigen stabilen Zusammenarbeit mit der OTH in Weiden interessiert" sagte Klaus Schwenkenbecher, CEO des Medizintechnik-Produzenten. Als "tolle Investition" bezeichnete OTH-Vizepräsident Dr. Reiner Anselstetter das Geschenk. Damit sei ein weiteres Beispiel für die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft und damit für die Praxisorientierung der Ausbildung geliefert worden. Zusammen mit OTH-Professor Dr. Ralf Ringler stellte Schwenkenbecher die Sonde vor. Schwerpunktmäßig würde sie bei Brust- und Prostatakrebserkrankungen Einsatz finden. Dem Patienten würde dabei eine Infusion mit der "geringsten Menge leicht radioaktiver Substanz" verabreicht werden müssen. Im Technologiecampus würden zwar keine Menschen operiert. "Doch an Phantomkörpern simulieren wir Operationen." Daraus könnten auch wichtige Erkenntnisse für weitere Verbesserungen gewonnen werden. "Bei der Röntgentechnik sehe ich fast nie, ob ein Lymphknoten schon metastasierte Zellen hat", sagte Prof. Ringler. Die Sonde könne vor oder auch während der Operation eingesetzt werden, erläuterten die Experten. Schwenkenbecher verriet auch, dass das Weidener Klinikum schon über ein solches Gerät verfüge.

Dann führte er die Sonde an einem mit "geringster Radioaktivität geladenen Metallstück" vor. Sofort waren laute, helle Töne zu hören. Das Display zeigte die Strahlungsstärke an. Der Wert wurde mit einem Bruttobetrag von fast 15 000 Euro beziffert.
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