Beschäftigte erkennen mit Verzicht Solidarität der Eltern an
Kein Streik im "Tohu"

Die Regelungen zur Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst sollen verbessert werden. Die Verhandlungen aber haben bisher noch zu keiner Einigung geführt. Deshalb werden die Eltern in vielen kommunalen Kindertagesstätten in den nächsten Tagen und Wochen vor verschlossenen Türen stehen. Bundesweit werden auch mehrere tausend Mitglieder der Gewerkschaft Komba an dem Streik des pädagogischen Personals teilnehmen.

Nicht an dem Ausstand beteiligen sich die Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen des städtischen Kinderhauses Tohuwabohu, die zu mehr als 80 Prozent in der Komba organisiert sind. Sie stehen zwar in vollem Umfang hinter den gewerkschaftlichen Forderungen und dem Arbeitskampf ihrer Kolleginnen und Kollegen, wollen aber mit dem Verzicht auf eine Streikteilnahme die Solidarität der Eltern während der letzten Wochen anerkennen.

Eltern und Angehörige von Kindern im Tohuwabohu kämpfen derzeit mit großem Engagement für einen Erhalt des einzigartigen Konzeptes des Kinderhauses. So haben sie mehr als 1000 Unterschriften für den Erhalt der Küche gesammelt, um auch künftig eine kindgerechte und gesunde Ernährung anstelle von Catering bieten zu können. Außerdem wenden sie viel Zeit und Energie auf, um die Sonderstellung des Kinderhauses als einzige kommunale Einrichtung in Weiden mit ihren beispielhaften pädagogischen Standards zu erhalten.

"Wir wollen mit dem derzeitigen Verzicht auf eine Streikteilnahme den Eltern und allen Freunden des Kinderhauses für ihre Unterstützung danken und gleichzeitig gemeinsam Kräfte für mögliche kommende Konflikte im Zusammenhang mit den Sparüberlegungen sammeln", so Alfons Ernstberger, Kreisvorsitzender, für die Vorstandschaft der Komba.
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