Besucherrekord beim Kirwabaum-Austanzen:
52 Tänzer vor Rekordkulisse

Katrin Hager und Michael Bäumler sind das neue Oberkirwapaar.
Den Krickelsdorfer Ortsplatz säumte eine Zuschauerkulisse, von der mancher Fußball-Bayernligist nur träumen kann.

(u) Seit 1970 feiern die Krickelsdorfer rund um das Patrozinium ihrer 154 Jahre alten Dreifaltigkeitskapelle ihre Kirchweih. 1990 wurde erstmals der Baum ausgetanzt. Daher lautete heuer das Motto "25 Jahre Kirwabaum-Austanzen". Beim Jubiläum wirkten 14 aktuelle und 12 ehemalige Paare mit.

Unverstärkte Musik

Begünstigt durch ideales Wetter wurde die "Kirwa mit Kultstatus" seinem Ruf an allen drei Tagen voll und ganz gerecht. Dass sich die Gäste rundum wohlfühlten, dafür sorgten KLB, KLJB und Lindes Wirtshaus-Team als gemeinsame Veranstalter. Um den Besuchern eine gemütliche Unterhaltung zu ermöglichen, legten sie Wert darauf, dass alle Musikgruppen ohne Verstärker spielten. Das Fest begann mit dem Aufstellen des Baumes. Bernhard Wiesmeth führte das Kommando, als die kräftigen Burschen die 25 Meter hohe, von Hubert Wittmann gestiftete Fichte auf dem Dorfplatz in die Senkrechte hievten. In gut eineinhalb Stunden war das Werk vollendet. Die Gäste wurden derweil mit Kaffee und Köichln bewirtet. Am Abend sorgten D'Lausbuam für Stimmung.

Den Krickelsdorfern ist bewusst, dass Kirwa nicht nur Gaudi, sondern ein Fest ist, das ursprünglich etwas mit Kirchweih zu tun hat. Trotz der anstrengenden Nacht nahmen die Paare in voller Mannschaftstärke am Festgottesdienst teil, den der Ehenfelder Ruhestandspfarrer Konrad Kummer auf dem Dorfplatz zelebrierte. Die Kirwamoidln Sonja Ringer, Sabrina Schaffner und Anja Grünbauer trugen Lesung und Fürbitten vor. Nach der Messe herrschte im Garten des Gasthofs Zur Linde bei Frühschoppen und Mittagessen Hochbetrieb.

Zum Höhepunkt geriet das Baum-austanzen. Im Dorf herrschte Ausnahmezustand. Weit über 200 Zuschauer säumten den Dorfplatz, als die 52 Burschen und Moidln, angeführt von den Dagesteiner Musikanten, einmarschierten und sich um den Baum scharten. Der hölzerne Tanzboden reichte für die 26 Paare nicht aus. Sie mussten bei ihrer Sternpolka auf die Teerfläche des Dorfplatzes ausweichen. Riesenbeifall ernteten die zwölf ehemaligen Paare für ihr Mühlradl. Kritisch beäugt von den Aktiven, bewiesen die Boum eindrucksvoll ihre Muskelkraft, als sie ihre Moidln während des Tanzes auf ihren Armen aufsitzen und am Schluss auf ihrem Schoß Platz nehmen ließen.

"A Supererlebnis!"

Von Sonja Ringer bestens vorbereitet, präsentierten dann die Aktiven exakt abgestimmt den Kikeriki, den Klatschwalzer und die Kreuzpolka. Der Kirwawalzer endete mit der Krönung von Katrin Hager (Krickelsdorf) und Michael Bäumler (Atzmannsricht) zum neuen Oberpaar. Von den Tanzauftritten war nicht nur das Publikum begeistert. Sonja Ringer: "Des wor für Jung und Alt a Supererlebnis! Unbeschreiblich!" Am Abend erwiesen sich auf dem komplett besetzten Festgelände die Höidlbrumma bis in die Nacht hinein als Garanten für beste Stimmung.

Am Montag fanden sich die Mitarbeiter vieler Firmen aus der Umgebung zum Mittagessen bei der Gaststätte Zur Linde ein. Am Nachmittag ging es beim Kirwabärtreiben im Dorf rund. Ab dem Spätnachmittag spielten D'Allerscheynst'n auf. Schließlich war Showmaster Wolfi beim Verlosen des Kirwabaumes gefordert. Glücklicher Gewinner war Andreas Mägerl aus Großschönbrunn.
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