Betroffene eröffnet Wanderausstellung mit Werken von an Multipler Sklerose erkrankten Künstlern
"Sie haben sich nicht unterkriegen lassen"

Das sind nur drei der vielen Werke, die bei der Wanderausstellung "Denken, Fühlen, Malen ... diesmal regional" im Alten Schulhaus noch bis Ende Mai zu sehen sind. Bilder: otj (2)
"Wichtig ist es, sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Dann eröffnen sich meist neue Chancen", sagt Susanne Kempf. Sie ist an Multipler Sklerose erkrankt - strahlte aber am Sonntagvormittag im alten Schulhaus Power und Lebensfreude aus.

Als Initiatorin und Kuratorin eröffnete sie die Wanderausstellung "Denken, Fühlen, Malen ... diesmal regional". Schirmherr Oberbürgermeister Kurt Seggewiß drückte großen Respekt vor den Künstlern aus: "Sie haben sich nicht unterkriegen lassen."

Station auch in Hamburg

Schon 2008 hatte Susanne Kempf die Idee, gemeinsam mit anderen MS-Erkrankten ihre Kunst zu präsentieren. Seit dem Start reiste die Ausstellung nach Berlin, Bonn, Hamburg, Frankfurt/Main, Bayreuth, Bochum, Dresden, Erfurt, an den Bodensee, nach München, Trier, Bad Wildbad im Schwarzwald und Bischofswiesen bei Berchtesgaden.

Die 22 Maler aus acht Bundesländern und Österreich haben auf ganz unterschiedliche Weise den Zugang zur Kunst gefunden - von fast fotorealistischen Tierstudien bis zum abstrakten Acrylbild.

Die Präsentation in Weiden ist noch bis 29. Mai im Alten Schulhaus werktags von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Danach wandert die Ausstellung weiter nach Amberg und Waldsassen.

2016 eine Neuauflage

Auch wenn es dieses Jahr mit den Sponsoren schwierig gewesen sei, Susanne Kempf bleibt Optimistin. 2016 will sie wieder eine Ausstellung auf die Beine stellen, "Interesse als Präsentationsorte haben schon die Abtei Waldsassen und das Kloster Speinshart gezeigt." Der Oberbürgermeister wäre als Schirmherr auch wieder im Boot.
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