Betrugsprozess: Staatsanwalt fordert 15 Jahre

Im Weidener Betrugsprozess gegen einen 68-jährigen Angeklagten hat der Staatsanwalt Hans-Jürgen Schnappauf eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren wegen Betrugs in 51 Fällen und einem Versuch gefordert. In die Strafe fließt eine Verurteilung auf Bewährung aus dem Jahr 2007 in München ein.

Der Angeklagte vernahm das geforderte Strafmaß schockiert. Er feiert Ende April seinen 69. Geburtstag. Die letzten zwei Jahre hat er in Untersuchungshaft verbracht. Selbst, wenn er nur zwei Drittel absitzen müsste, ist Wolfgang S. bei seiner Freilassung weit über 75 Jahre alt.

Der Staatsanwalt hatte wenig Mitleid: Seit mindestens 2003 habe der Angeklagte systematisch von Betrug gelebt. Die Schadenssumme im aktuellen Verfahren (2008 bis 2013) liegt im zweistelligen Millionen-Bereich. Der Hauptgeschädigte ist ein ehemaliger Unternehmer aus dem Landkreis Tirschenreuth. Die "Story" war immer die gleiche: Gegen Zahlung vergleichsweise geringer Gebühren würde ein Milliardenvermögen frei.

Die Plädoyers der Anwälte sind für Mittwoch, 15. April, vorgesehen. Ein Termin für das Urteil steht noch nicht fest.
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