Bettenzahl: Messlatte für Messen

Johannes Häring. Bild: Götz

Sexmessen oder Waffenschauen würden viel Geld bringen. "Aber sie sind nicht das, was die Stadt will, und ich will das auch nicht", sagt Johannes Häring, neuer Geschäftsführer der "Max-Reger-Halle-Congress und -Event GmbH". Doch es gibt ja noch andere Messethemen, die ziehen.

Weiden. (ps) Welche genau für die Max-Reger-Halle in Frage kämen, lässt Häring im NT-Interview noch offen. Für die Zukunft rechnet er sich jedoch durch Messen, Kongresse und Firmenveranstaltungen gute Chancen aus, das Defizit der Max-Reger-Halle zu verringern. Doch eines macht er auch gleich deutlich: "Dass die Stadt hofft, mit der Halle Gewinn zu erwirtschaften, verstehe ich. Nur: Realistisch ist das nicht. Das habe ich auch im Stadtrat klar gesagt."

Was den Ausbau von Messen und Tagungen aus seiner Sicht bisher behindert: Es gibt zu wenig Hotelbetten bzw. -zimmer in Weiden. "Wenn ich einen zweitägigen Kongress für 400 Leute ausrichte und habe nur 328 Zimmer in der Stadt, ist das natürlich ein Problem. Ich kann nicht zwei Leute in ein Zimmer legen." Häring sieht hier die Hoteliers gefordert: "Eine deutlich höhere Zimmerzahl in Weiden wäre gut." Und er meint, dass in diesem Bereich Angebot auch Nachfrage schafft.

Die Halle selbst bezeichnet er als "Rolls Royce". Sie sei aufgrund der luxuriösen Bauweise allerdings auch überproportional teuer im Unterhalt. "Ein Rolls Royce fährt nicht mit fünf Litern."

Die Veranstalter werden deshalb künftig tiefer in die Tasche greifen müssen, räumt Härning ein. Nicht für die Miete, sondern für die Extras: "Wenn ich Bühnenaufbau und Techniker schon fünf Tage vorher benötige, dann kostet das." Viele möchten ja genau das schöne Ambiente der Max-Reger-Halle und seien deshalb bereit, entsprechend zu zahlen. In anderen Fällen - Schulen, Vereine - müsse die Stadt als einiger Gesellschafter der neuen GmbH entscheiden inwieweit sie draufzahlen will.
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