BI-Vorsitzender Prof. Dr. Doenitz: Fondara braucht Fußgängerzone als Partner - Kritik am ...
Anfragen aus Max-Reger-Straße abgelehnt

Das "riesige Parkhaus" und der Kino-Komplex sind die Aspekte des geplanten Einkaufszentrums, die Mitgliedern der Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" derzeit am meisten Unbehagen bereiten. Insgesamt aber stehen die BI-Verantwortlichen dem Fondara-Projekt durchaus positiv gegenüber, wie bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Dienstagabend im "Bräustüberl" deutlich wurde. So sagte Vorstandsmitglied Dr. Herbert Klein: "Wir wollen ein erfolgreiches Center."

Vorsitzender Prof. Dr. Fritz-Dieter Doenitz verwies in seinem Rechenschaftsbericht darauf, dass zwischen der BI und den Fondara-Geschäftsführern eine "tragfähige Arbeitsatmosphäre" entstanden sei. In den Gesprächen würde der glaubwürdige Eindruck vermittelt, sie hätten auch das Gesamtwohl der Stadt im Auge und wollten etwas hinstellen, das "Bestand habe".

Anfragen abgelehnt

Sensibel hat die BI auf die vergrößerte Verkaufsfläche (plus 2000 auf 12 000 Quadratmeter) reagiert. Diese entspreche zwar der Vorgabe des Runden Tisches, verwundere aber im Zeitalter des zunehmenden Internethandels, sagte Doenitz. Bedenken, die Fläche werde durch Geschäfte aus der Max-Reger-Straße aufgefüllt, wehre Fondara entschieden ab. Zu "nahezu 100 Prozent" wolle man die gesamte Verkaufsfläche an Firmen von außerhalb vermieten. Anfragen aus der Max-Reger-Straße seien bereits abgelehnt worden. Man brauche die aktuelle Fußgängerzone als attraktiven Partner, die Stadtgalerie allein sei zu klein. Allerdings müsse die Straße mehr tun, um sich zu modernisieren.

Dr. Doenitz teilte ferner mit, dass Fondara optimistisch sei, gegen den Internethandel bestehen zu können. Sonst würde man nicht eigenes Geld investieren. Man könne aber auch nicht die Zukunft voraussagen. Bert Roscher ergänzte, dass es einen eindeutigen Trend zurück in die Innenstädte gebe.

Kritische Stimmen wurden zum Lichtspielhaus mit neun Sälen laut. Hier hat sich die BI laut Doenitz noch keine eindeutige Meinung gebildet. "Es gab aber auch noch keinen Antrag." Investor und Stadt würden sich eine Belebung des Areals in den Abendstunden versprechen. Erfreulich sei, dass mit der kleinen Gastronomiefläche von 150 Quadratmeter Rücksicht auf die lebendige Gaststättenszene am Unteren Markt genommen werde. Doenitz wies auch auf die Parkhausfront an der Sedanstraße hin. Dort sollen im Erdgeschoss zwei ladenartige Flächen dem Weidener Kunstvereinen mietfrei zur Verfügung gestellt werden.

Zur Verkehrssituation: Hier favorisiert die BI ebenso wie Fondara eine wirksame Verkehrsberuhigung zwischen Dr.-Pfleger- und Sedanstraße. "Sonst hängt der Eingang des Einkaufszentrums am ehemaligen Dänner-Eck in der Luft. Und die Altstadt laufe Gefahr, abgekoppelt zu werden. Allerdings haben die Verantwortlichen auch kein Problem mit dem Vorschlag von Bürgermeister Lothar Höher im NT-Interview, eine veränderte Verkehrssituation "einfach mal auszuprobieren".

Nach dem Vortrag und einer Ergänzungswahl (Dr. Robert Schuster ist neuer Schriftführer) berichtete Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm über den Planungsstand und die nächsten Schritte. So soll der Bebauungsplan bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung im November auch als Massenmodell vorliegen. "Das ist nicht so abstrakt." Dann wird es auch einen moderierten Erörterungstermin geben.

Auch regionale Büros

Im Januar und Februar soll der Architekturworkshop folgen. Zusätzlich zu den Chapman-Taylor-Büros sollen nun auch noch zwei regionale Büros hinzukommen. Bohm machte hierfür auch das Engagement der BI verantwortlich. "Bleiben Sie hartnäckig." Prof. Doenitz hatte zuvor schon darauf hingewiesen, dass der Vorsitzende der für die Preisvergabe zuständigen Jury, Prof. Hierl, Oberpfälzer Wurzeln habe und einem Vorschlag der BI entspreche.
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